Letztes Vorbereitungsspiel gegen USA ein echter Härtetest
Kölzig ist bei Zach für die WM im Tor gesetzt

Auch Eishockey-Bundestrainer Hans Zach hat seinen Oliver Kahn: Torhüter Olaf Kölzig von den Washington Capitals ist unantastbar und für die WM in Tschechien gesetzt. Doch nicht auf allen Positionen ist die Angelegenheit so eindeutig. Der Nationalcoach kündigt deshalb bereits an: Wenn er am kommenden Mittwoch seinen endgültigen WM-Kader bekannt geben wird, wird es auch einige Härtefälle geben.

HB NÜRNBERG. Wie Zach am Dienstag in Nürnberg erklärte, soll der Schlussmann von den Washington Capitals die Mehrzahl der Spiele bestreiten. "Wenn ein Kölzig zur Verfügung steht, ist er auch die Nummer eins", sagte Zach, der außerdem den Krefelder Robert Müller und den Berliner Oliver Jonas als Torhüter mit nach Tschechien nehmen wird. Deutscher Auftaktgegner ist am 24. April in Prag die Auswahl aus Kasachstan.

Kölzig wird am Mittwoch im Trainingslager in Heilbronn erwartet und soll erstmals am Samstag beim Testspiel gegen Österreich zwischen den Pfosten stehen. Bereits am Dienstag sollte Stürmer Jochen Hecht von den Buffalo Sabres zum Team stoßen, der frühere Mannheimer soll bereits am Donnerstag in Ravensburg gegen Österreich eingesetzt werden. "Beide sind charakterlich einwandfrei und haben keine Starallüren. Bei der Integration wird es keine Probleme geben", sagte Sportdirektor Franz Reindl vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB).

Auch beim abschließenden WM-Testspiel gegen die USA am Mittwoch kommender Woche in Nürnberg wird Kölzig im Tor stehen, anschließend will Zach sein 23-köpfiges WM-Aufgebot bekannt geben. Für die Amerikaner, die mit zahlreichen Profis aus der NHL antreten werden, ist es der einzige Test vor der WM. "Ich bin sehr dankbar, dass wir vorher noch so einen Weltklassegegner haben", sagte Zach.

Ihm fehlen derzeit noch die Berliner Jonas, Rob Leask und Sven Felski sowie der Frankfurter Martin Reichel, die mit ihren Clubs die Finalserie in der Deutschen Eishockey-Liga bestreiten. Sollten sie fit sein, dürfte ihrer Nominierung nichts im Weg stehen.

Nach den beiden Partien gegen Österreich wird Zach zunächst zwei Spieler aus dem jetzigen Kader streichen, in Nürnberg müssten nach jetzigem Stand vier weitere Akteure weichen. "Es werden auch Härtefälle dabei sein", kündigte Zach an, sieht dies aber positiv: "Früher hatte ich so 16, 17 Spieler, und der Rest ist ein wenig abgefallen. Jetzt habe ich einen Kader auf gleichem Niveau."

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