Archiv
Leverkusen nur 2:2 gegen Aufsteiger Nürnberg

Die Fußball-Profis von Bayer Leverkusen sind unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Drei Tage nach dem sensationellen Comeback in der Champions League beim 3:0 gegen Real Madrid musste sich der viermalige deutsche Vizemeister beim 2:2 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg mit einem mageren Remis in der Bundesliga begnügen.

dpa LEVERKUSEN. Die Fußball-Profis von Bayer Leverkusen sind unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Drei Tage nach dem sensationellen Comeback in der Champions League beim 3:0 gegen Real Madrid musste sich der viermalige deutsche Vizemeister beim 2:2 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg mit einem mageren Remis in der Bundesliga begnügen.

Eine Woche nach dem 0:2 beim FSV Mainz sorgten der Nürnberger Sven Müller (23.) und Diego Placente (69.) mit einem Eigentor fast für ein böses Erwachen der Champions- League-Helden. Bayer-Keeper Jörg Butt verkürzte per Handelfmeter (76.) auf 1:2, Dimitar Berbatov (80.) gelang mit seinem vierten Saisontreffer wenigstens noch der Ausgleich.

"Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie ist nach dem 0:2 zurück gekommen und hätte fast noch das 3:2 gemacht", lobte Bayer-Trainer Klaus Augenthaler sein Team für den Kampfgeist bis zum Ende. Nürnbergs Chefcoach Wolfgang Wolf trauerte den verlorenen Punkten hinterher: "Der Elfmeter hat uns total aus dem Rhythmus gebracht. Leverkusen hat einen Punkt gewonnen, wir haben zwei Zähler verloren." Dennoch war Wolf zufrieden, zumal Kenan Sahin in der Schlussminute sogar noch das 3:2 für Leverkusen auf dem Fuß hatte.

Augenthaler, der vor seinem Job in Leverkusen den 1. FC Nürnberg bis kurz vor dem Abstieg 2003 betreut hatte, konnte vor 22 500 Zuschauern im ausverkauften Stadion nicht auf seinen brasilianischen Torjäger Franca zurückgreifen, der wegen einer im Spiel gegen Madrid erlittenen Knöchelverletzung fehlte. Für ihn stürmte erstmals in dieser Saison von Beginn an Andrej Woronin neben Berbatow. Wolf setzte gegenüber dem 0:0 vor einer Woche gegen Hertha BSC in seiner Startformation auf Frank Wiblishauser und Sven Müller, dessen Einwechslung sich bezahlt machte.

Müller nahm in der 23. Minute eine Steilvorlage von Kapitän Tommy Svindal Larsen auf und vollendete mühelos. Bei den Rheinländern war vom Glanz des 3:0 gegen Madrid nichts zu sehen. Das Spiel war zerfahren und von Abstimmungsproblemen in Abwehr und Spielaufbau geprägt - Augenthaler hatte seine Profis zu Recht vor dem Bundesliga-Alltag gewarnt. Viel versprechende Möglichkeiten hatten in der ersten Spielhälfte nur Berbatov (26.) und Juan (36.).

Nationalspieler Paul Freier vergab vier Minuten nach dem Seitenwechsel, völlig allein vor "Club"-Keeper Raphael Schäfer, das 1:1. Doch auch das war nicht das Signal für eine Wende, im Gegenteil: Der eingewechselte Jermaine Jones musste für Schlussmann Jörg Butt auf der Linie retten (53.). Andreas Wolf und Marek Mintal scheiterten nacheinander an Pfosten und Latte (59.) - Nürnberg hatte große Chancen, frühzeitig auf 2:0 zu erhöhen. In der turbulenten Schlussphase rettete Bayer wenigstens noch einen Punkt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%