Leverkusen verliert 1:3 gegen Newcastle
Neuer Trainer - altes Übel bei Bayer

Bayer Leverkusen macht mit seinem neuen Trainer Thomas Hörster dort weiter, wo Klaus Toppmöller aufgehört hat. 24 Stunden nach seiner Amtsübernahme scheiterte der 46-Jährige bei dem Versuch, das Ruder bei der sportlich angeschlagenen Werkself herumzureißen. Leverkusen kassierte am Dienstag beim 1:3 (1:3) gegen Newcastle United die dritte Niederlage im dritten Spiel der Champions-League-Zwischenrunde.

HB/dpa LEVERKUSEN. Der Vorjahresfinalist hat als Tabellenletzter der Gruppe A nur noch eine theoretische Chance auf das Erreichen des Viertelfinals und kann sich auftragsgemäß ganz auf den Abstiegskampf in der Bundesliga konzentrierten.

Newcastle bereitete seinem Trainer Sir Bobby Robson ein angemessenes Geschenk zum 70. Geburtstag. Der Dritte der englischen Premier League gewann die Partie durch Tore von Shola Ameobi (5., 16.) und Lomana Lualua (32.). Franca hatte vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Bay-Arena für das 1:2 gesorgt (26.).

Hörster nahm acht Veränderungen im Vergleich zur 1:2-Pleite in der Bundesliga gegen Hansa Rostock vor und nominierte für das "Testspiel" in Kapitän Oliver Neuville, Franca und Thomas Brdaric gleich drei Angreifer. Den Verzicht auf Nationalspieler Carsten Ramelow begründete er so: "Den muss ich nicht testen, der ist bei mir eine feste Größe." Daniel Bierofka fiel mit einem Rippenbruch aus, Dimitar Berbatow wegen einer Knöchelverletzung.

Hörsters Gegenüber Bobby Robson musste auf seine erste Sturmreihe verzichten, weil sowohl Kapitän Alan Shearer als auch Craig Bellamy gesperrt waren. Doch sie wurden von den Talenten Ameobi und Lualua glänzend vertreten. Bereits nach fünf Minuten köpfte Ameobi eine Flanke seines kongolesischen Sturmpartners freistehend zur 1:0- Führung für die Gäste ins Bayer-Tor. In der 16. Minute erkämpfte Ameobi nach einem Fehler von Cris den Ball, ließ Thomas Kleine aussteigen und überwand Jörg Butt zum 0:2.

Die Leverkusener knüpften nahtlos an die schwachen Leistungen in der Bundesliga an und ließen die von Hörster geforderte taktische Disziplin vermissen. Als der Brasilianer Franca nach Doppelpass mit Jan Simak und gekonntem Lupfer über den irischen Nationaltorhüter Shay Given den Anschlusstreffer erzielte (26.), keimte in der Bay-Arena Hoffnung. Doch wenig später war der alte Abstand wiederhergestellt, als Lualua wiederum freistehend eine Eingabe von Laurent Robert versenkte (32.). Symptomatisch für die Situation in Leverkusen war die Entstehung des Treffers: Der erfahrene Neuville hatte den Ball an der Seitenauslinie für Robert aufgelegt.

Das Bayer-Umfeld präsentierte sich ebenso hilflos wie die Mannschaft. Der verzweifelte Reiner Calmund versuchte sich in der Pause an Erklärungsversuchen. Der verletzte Jens Nowotny meinte: "Es ist nur ein Test." Sport-Manager Ilja Kaenzig erkannte sogar gute Ansätze: "Nach vorn sieht es doch ganz gut aus."

Immerhin bäumten sich die Gastgeber in der zweiten Hälfte noch einmal auf. Doch ein Tor von Brdaric nach Flanke des eingewechselten Bernd Schneider wurde wegen Abseits nicht anerkannt (51.). Danach verzog der glücklose Angreifer fünf Meter vor dem Gäste-Tor (55.). Auf der Gegenseite verhinderte Butt bei einem Kopfball von Lualua das mögliche 1:4 (56.). Auch Francas Kopfball verfehlte sein Ziel (85.).

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