Leverkusen will endlich einen Titel
Drei Trainer hegen Meisterambitionen

Vor der Jubiläums-Spielzeit der Fußball-Bundesliga hegen drei Trainer Meisterambitionen, ein Neuling muss sich beweisen, und drei Rückkehrer aus dem Unterhaus kämpfen um den Klassenverbleib.

HB FRANKFURT/MAIN. Beim deutschen Meister Borussia Dortmund soll Matthias Sammer an den Erfolg der Vorsaison anknüpfen. Klaus Toppmöller will mit Bayer 04 Leverkusen nach drei zweiten Plätzen in drei Wettbewerben endlich eine große Trophäe erringen. Und nach einem enttäuschenden dritten Platz zählt für Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld dieses Mal nur das eine: "Der Titel ist der Auftrag. Das Ziel ist Meister", sagt der 53-jährige Erfolgscoach.

Die Vereinsführung der Bayern München AG um Manager Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge fordert "in jedem Fall einen Titel, ohne Präferenz." Hitzfeld, der die Bayern drei Mal zum Meister und je einmal zum Champions-League- und Weltpokalsieger machte, geht mit der Forderung scheinbar gelassen um. "Ich versuche den Druck in positive Energie zu verarbeiten. Das ist meine Philosophie."

Dortmunds Coach Sammer weicht ebenfalls nicht von seinem Stil ab. Nach der Tiefstapelei der vergangenen Saison nimmt der ehemalige Nationalspieler auch vor der 40. Spielzeit das Wort "Meisterschaft" nicht in den Mund. "Insgesamt erwarte ich eine Fortsetzung des zuletzt angedeuteten höheren Niveaus innerhalb der Liga und in Europa", sagt der mit 34 Jahren jüngste Meistermacher der Bundesliga- Geschichte. "Wir landen auf dem Platz, den wir verdient haben."

Mit drei "Vize"-Plätzen in der Vorsaison erntete Leverkusens Coach Toppmöller zwar viel Respekt, aber letztlich keinen Titel. Die Fans des Werksklubs wollen ihr Team nach vielen vergeblichen Anläufen endlich einmal ganz oben sehen. Aber Toppmöller stellt sich schützend vor seine Spieler. "Unnötiger Druck hemmt nur. Ich bin überzeugt davon, dass alle das Zeug für die Spitze haben." Man werde gegen Schalke 04, Hertha BSC und den 1. FC Kaiserslautern um Platz drei kämpfen, prognostiziert der 50-Jährige.

Bei den Pfälzern geriet Teamchef Andreas Brehme schon vor dem Liga-Start unter Druck. Nach einer mäßigen Vorbereitung und internen Querelen musste der zweite Trainer, Reinhard Stumpf, bereits Mitte Juli seinen Hut nehmen. Und nach dem Aus des 1. FC Kaiserslautern im UI-Cup-Wettbewerb ist auch Brehme nicht mehr unantastbar.

Der einzige Trainer-Neuling in der obersten Spielklasse ist Frank Neubarth von DFB-Pokalsieger Schalke 04. Bis zu seiner Verpflichtung bei den "Königsblauen" trainierte der 40-Jährige die Amateure des SV Werder Bremen. Sein Vorgänger auf Schalke, Huub Stevens, will mit Hertha BSC Berlin "ins internationale Geschäft". Der Niederländer und seine österreichischen Kollegen Kurt Jara vom Hamburger SV und Peter Pacult vom TSV 1860 München sind die einzigen ausländischen Fußball-Lehrer in der 1. Liga.

Ihre Rückkehr feiern die Aufsteiger Ralf Rangnick, Peter Neururer und Benno Möhlmann. Rangnick wagt nach seinem verpatzten Bundesliga- Debüt beim VfB Stuttgart vor eineinhalb Jahren mit Hannover 96 einen neuen Anlauf. Neururer, 1998 mit dem 1. FC Köln aus dem Oberhaus abgestiegen, möchte mit dem VfL Bochum das gleiche Schicksal nicht noch einmal erleiden. Und Möhlmann, von 1992 bis 1995 HSV-Trainer, will sich mit Arminia Bielefeld im 18er-Feld behaupten.

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