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Leverkusen wittert Höhenluft: 3:1 gegen AS Rom

Nach der sportlichen Talfahrt in der Bundesliga wittert Bayer Leverkusen in der Champions League wieder Höhenluft. Die Rheinländer gewannen ihr zweites Heimspiel in der europäischen Königsklasse und feierten einen verdienten 3:1 (0:1)-Sieg gegen den AS Rom.

dpa LEVERKUSEN. Nach der sportlichen Talfahrt in der Bundesliga wittert Bayer Leverkusen in der Champions League wieder Höhenluft. Die Rheinländer gewannen ihr zweites Heimspiel in der europäischen Königsklasse und feierten einen verdienten 3:1 (0:1)-Sieg gegen den AS Rom.

Im richtungweisenden deutsch-italienischen Duell der Gruppe B kamen die Gastgeber durch die Treffer von Roque Junior (48. Minute), Jacek Krzynowek (59.) und Franca in der Nachspielzeit zum verdienten Erfolg. Francesco Totti hatte die Römer, die in der 61. Minute Christian Panucci durch eine Rote Karte verloren, vor 22 500 Zuschauern in der Bayarena glücklich in Führung gebracht (26.). Auch Daniele De Rossi musste in der 87. Minute wegen groben Foulspiels vom Platz.

Drei Tage nach der blamablen 1:3-Niederlage bei Hertha BSC begannen die Leverkusener stürmisch und hätten schon in den ersten fünf Minuten in Führung gehen müssen: Zunächst vergab der Pole Krzynowek aus Nahdistanz (3.), dann scheiterte der unbedrängte Roque Junior mit einem Aufsetzer-Kopfball aus vier Metern (5.). Dimitar Berbatow wollte es in seinem 30. Europapokalspiel für Bayer nach einer Musterflanke von Robson Ponte ganz genau machen, sein lehrbuchreifer Kopfball fiel aber auf die Latte (15.); auch Jermaine Jones hatte mit seinem Versuch kein Glück (23.).

Das 1:0 für die klar überlegenen Rheinländer lag in der Luft - doch das Führungstor fiel auf der "falschen" Seite: Einen wuchtigen Freistoß von Francesco Totti fälschte Berbatow unglücklich mit der Hacke ab - Torhüter Jörg Butt hatte gegen die ungewollte "Bogenlampe" keine Chance. Bis dahin hatte Italiens Vizemeister keinen Stich gesehen und sich in seine Hälfte zurückdrängen lassen. Doch die stark ersatzgeschwächte Abwehr der Gäste - ohne Stammtorwart Ivan Pelizzoli sowie die Abwehrstrategen Traianos Dellas und Philippe Mexes - hielt.

"Für uns ist es ein Heimspiel, und wir wollen die drei Punkte hier behalten", hatte Augenthaler unmittelbar vor der richtungweisenden Partie gefordert. Der Trainer hatte seine Mannschaft nach der Bundesliga-Niederlage in Berlin umgestellt, den formschwachen Franca und Paul Freier eine Denkpause verordnet. Dafür bekam der frühere Frankfurter Jones als dritte Sturmspitze neben dem Unglückraben Berbatow und dem fleißigen Krzynowek, der auf der linken Seite für viel Wirbel sorgte, seine Chance.

Viele Aktionen liefen über den emsigen Bernd Schneider, der auch die Riesenchance zum Ausgleich hatte, als sein Kopfball fast noch den Außenpfosten touchierte (38.). Weniger professionell war das unnötige Ballwegschlagen, für das der Nationalspieler Gelb sah. Augenthaler musste in der Halbzeit reagieren und brachte Franca als vierte Sturmspitze - dieser taktische Schachzug zahlte sich aus. Krzynowek erzielte mit seinem zweiten Treffer in der Königsklasse das spektakuläre Siegtor: Sein fast verunglückter Aufsetzer aus 18 Metern senkte sich noch ins lange Eck.

Nach einem Fehlstart in der Serie A und drei Niederlagen in der Champions League sind die Römer auch mit ihrem vierten Trainer glück- und erfolglos: Für die Saisonvorbereitung zeichnete bis Ende August noch Cesare Prandelli verantwortlich, mit Rudi Völler verlor der dreimalige italienische Meister das erste Spiel in der Königsklasse, nach dessen Abschied auch die zweite Partie unter Interimscoach Ezio Sella. Nun muss der AS Rom auch unter Luigi Del Neri weiter auf den ersten Sieg in der Champions League warten.

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