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Leverkusens Brasilianer im Aufwind

dpa LEVERKUSEN. Seine derzeitige Torquote erinnert an die Bestmarken des legendären Gerd Müller: Bayer Leverkusens Mittelstürmer Franca hat mit seinem Last-Minute-Siegtor gegen Hannover 96 seine Bilanz auf elf Treffer aus den vergangenen zwölf Spielen in der Bundesliga verbessert.

dpa LEVERKUSEN. Seine derzeitige Torquote erinnert an die Bestmarken des legendären Gerd Müller: Bayer Leverkusens Mittelstürmer Franca hat mit seinem Last-Minute-Siegtor gegen Hannover 96 seine Bilanz auf elf Treffer aus den vergangenen zwölf Spielen in der Bundesliga verbessert.

Zudem traf der Torjäger in zehn Vorbereitungsspielen neun Mal. Macht zusammen 20 Tore in 22 Spielen. "Ich habe immer gesagt, Franca ist eine Tormaschine", sagte Leverkusens langjähriger Manager Reiner Calmund, der den Mittelstürmer des FC Sao Paulo vor zwei Jahren für etwa 8,5 Mill. ? an den Rhein lockte. Francas Bilanz für den brasilianischen Club: 113 Tore in 204 Spielen.

Doch unter dem Bayer-Kreuz mussten sie lange warten auf die Torkünste des schlaksigen, untypischen Angreifers, der oft so unbeholfen mit den Armen rudert, aber dann plötzlich und unerwartet einen Treffer erzielt. "Das ist halt meine Art", meinte der 28 Jahre alte Profi, der im vergangenen Sommer nach einem schwachen Premierenjahr wieder verkauft werden sollte. Doch der neue Trainer Klaus Augenthaler gab dem Sorgenkind eine Chance, und Franca versprach: "So will ich mich hier nicht verabschieden." Gesagt, getan: 14 Treffer erzielte der Brasilianer in der vergangenen Saison und war zudem mit 13 Assists bester Vorlagengeber der Liga. "Er ist ein unheimlich schlauer Stürmer", urteilte sein ehemaliger Coach Klaus Toppmöller.

Augenthaler mahnt zwar oft, er möge nicht immer nur die Zauberbälle spielen, doch mittlerweile spricht die Quote für den Angreifer, der in der vergangenen Spielzeit nur von Sturmkollege Dimitar Berbatow (16 Tore) übertroffen wurde. Dennoch wacht der Leverkusener Coach über seine Trainingsarbeit. "Er kann sich noch verbessern. Auch da war noch Sand im Getriebe", sagte Augenthaler nach dem Bundesliga-Auftakt am Wochenende.

Profitieren wird der Torjäger auch von der schnellen Integration des neu verpflichteten Weltmeisters Roque Junior sowie von Landsmann Juan, der seit 2002 in Leverkusen spielt und nach dem Gewinn der Südamerika-Meisterschaft erst knapp eine Woche wieder im Training ist. Alle drei Brasilianer plus Robson Ponte, der einen italienischen Pass besitzt, standen am vergangenen Wochenende erstmals gemeinsam in der Startelf.

Vor allem von Roque Junior, der als Nachfolger des zu Bayern München gewechselten Lucio geholt wurde, verspricht sich Augenthaler eine Menge. "Er hatte zuletzt wenig Spielpraxis. Aber er ist von Spiel zu Spiel besser und selbstbewusster geworden. Wir müssen ihn fast bremsen", sagte der Trainer. Auch Francas Ehrgeiz ist ungebrochen. Sein Ziel für die neue Saison: "Mehr Tore als im Vorjahr schießen."

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