Levi unglücklich über die Zugeständnisse von Barak an Palästinenser in Camp David
Levi schließt Rücktritt nicht aus

ap JERUSALEM. Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak muss offenbar weiter mit einem Rücktritt von Außenminister David Levi und damit einer weiteren Schwächung seiner Minderheitsregierung rechnen. Levi lehnte es am Donnerstagabend nach einem 45-minütigen Treffen mit Barak ab, Spekulationen über seinen Rücktritt auf der Kabinettsitzung am Sonntag zu zerstreuen. "Fragt mich nach der Fortsetzung unseres Treffens, am Sonntag", sagte er auf Fragen von Journalisten.

Levi sagte, er sei unglücklich über die Zugeständnisse, die Barak den Palästinensern in Camp David in der Jerusalemfrage und zum Jordantal gemacht habe. Selbst diese hätten kein Abkommen gezeitigt, so dass man jetzt noch mehr auf die Palästinenser zugehen müsste, sagte er. Beide Fragen waren vor dem Gipfeltreffen Tabuthemen der israelischen Politik gewesen. Levis Partei Gescher ist mit zwei Abgeordneten in Baraks Bündnis Ein Israel vertreten. Levi wollte keine Angaben darüber machen, wie er am Montag in der Misstrauensabstimmung gegen Barak stimmen wolle.



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