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Levke tot - Keine Zweifel

Levke ist tot: Bei der kürzlich gefundenen Mädchenleiche handelt es sich laut DNA-Analyse eindeutig um das Anfang Mai verschwundene achtjährige Kind aus Cuxhaven. „Es gibt keinen Platz mehr für Zweifel“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

dpa OLPE. Levke ist tot: Bei der kürzlich gefundenen Mädchenleiche handelt es sich laut DNA-Analyse eindeutig um das Anfang Mai verschwundene achtjährige Kind aus Cuxhaven. "Es gibt keinen Platz mehr für Zweifel", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Unterdessen geht die Suche nach dem Täter mit Hochdruck weiter. Rund um den Fundort der Leiche im Wald bei Attendorn im Sauerland entfernten Beamte die Äste an den Bäumen. Die Zweige sollen getrocknet und dann auf kleinste Faserspuren untersucht werden. "Der Täter kann ruhig wissen, dass wir alles unternehmen werden, um ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen", sagte Polizeisprecher Torsten Oestmann. Noch gebe es aber keine heiße Spur. Die 70-köpfige Sonderkommission "Levke" geht mehr als 2500 Hinweisen nach.

Am Fundort Levkes fielen die Äste bis zu einer Höhe von zwei Metern. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter in dem schwer zugänglichen Dickicht etwas hinterlassen hat. "Wir haben hier den Fall, dass es uns der Täter mit dem abgelegenen Waldstück sehr einfach gemacht hat", sagte Oestmann. In einem viel besuchten Wald wäre so eine Aktion sinnlos.

Ein Pilzsammler hatte die Mädchenleiche Anfang vergangener Woche zufällig entdeckt. In der Nähe fanden die Beamten die Unterwäsche und eine Hose, die Levke getragen hatte. Nach wie vor fehlen jedoch die Schuhe, ein geringelter Pulli und die Brille. Levke war am 6. Mai von der Schule nach Hause zurückgekehrt und wenig später spurlos verschwunden. Umfangreiche Suchaktionen in der Region blieben erfolglos.

Obwohl sich die Fahnder von Anfang an weitgehend sicher waren, dass es sich bei der in Nordrhein-Westfalen gefundenen Leiche um Levke handelt, sollte eine DNA-Analyse letzte Sicherheit bringen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes war dies äußerst schwierig. "Das untersuchte Material war durch Umwelteinflüsse hochgradig zersetzt", sagte LKA-Sprecher Frederick Holtkamp. Standardmethoden hätten daher nicht zum Erfolg geführt. Modifizierte Untersuchungen hätten jedoch eindeutig Klarheit gebracht: "Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine begründeten Zweifel, dass es sich bei den in Attendorn gefundenen sterblichen Überresten um Levke handelt."

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