Lewis behält WM-Titel
Umstrittene K.o.-Niederlage für Klitschko

Vitali Klitschko hat die Chance auf den Titel des Box-Weltmeisters im Schwergewicht nach Version des World Boxing Councils (WBC) unglücklich verpasst. Der ukrainische Herausforderer aus dem Hamburger Universum Box-Stall verlor am Sonntagmorgen (MESZ) in Los Angeles gegen den Titelträger Lennox Lewis aus England durch einen umstrittenen technischen K.o.

HB/dpa LOS ANGELES. Nach der sechsten Runde brach der Ringrichter auf Empfehlung des Ringarztes den Kampf wegen einer Verletzung Klitschkos an der linken Augenbraue ab. Für den 37- jährigen Lewis war es der 41. Sieg im 44. Profikampf. Er erhielt 5 Millionen Dollar als Garantiebörse, während sich der 31-jährige Klitschko mit 1,4 Millionen Dollar über die zweite Niederlage in seinem 34. Kampf hinwegtrösten durfte.

Klitschko war mit der Entscheidung vor 14 000 Zuschauern im Staples Center nicht einverstanden. "Ich hätte weiter kämpfen können", klagte er. Lewis sah dies anders. "Schaut auf sein Gesicht. Er hat doch Glück, dass es so zu Ende gegangen ist", meinte der Weltmeister über die klaffende Wunde über Klitschkos Auge. Auch die meisten Zuschauern verstanden das Urteil nicht. Sie bejubelten den Herausforderer, während Lewis ausgepfiffen wurde.

Bitter für Klitschko war, dass er bei den Punktrichtern zum Zeitpunkt des Abbruchs in Führung lag. Der 2,02 m große Hüne war ab der dritten Runde durch den tiefen Riss an der linken Augenbraue gehandicapt, den er sich scheinbar bei einem Kopfstoß von Lewis zugezogen hatte. In den Pausen musste das Blut immer wieder gestillt werden.

Von Beginn an lieferten sich beide Kämpfer einen spannenden und spektakulären Fight. Klitschko wirkte wesentlich austrainierter als Lewis und landete mehr Treffer. In der zweiten Runde drohte dem Weltmeister ein vorzeitiges Ende. Er taumelte, nachdem er eine Rechte seines Gegners einstecken musste. Auch in der Folgezeit konnte Lewis den Herausforderer nur selten stellen. Selbst die härtesten Schläge steckte Klitschko weg. Nur die Empfehlung des Ringarztes und die Entscheidung des Ringrichters retteten Lewis den Titel. Es war sein 15. Erfolg im 18. WM-Kampf.

In einem Vorkampf gewann Bert Schenk vom Hamburger Universum Boxstall seinen 33. Profikampf. Der 32 Jahre alte Berliner besiegte den Amerikaner Leonard Townsend durch K.o. in der sechsten Runde.

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