Lexus soll wie in den USA auf die Erfolgspur
Toyota greift Europas automobile Oberklasse an

In den USA hat sich die Luxusmarke Lexus des japanischen Autobauers Toyota bereits einen festen Platz auf den Straßen ergattert. Nun will Toyota die Luxusgefährte noch auf den europäischen Geschmack trimmen, um ihr auch hierzulande zum Erfolg zu verhelfen.

HB FRANKFURT. "Wir müssen unsere Lexus-Modelle dem europäischen Geschmack anpassen", sagte der Präsident der Europaproduktion des Konzerns, Shuhei Toyoda, im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX.

Jedes Modell werde in den kommenden Jahren zunächst als "Facelift" auf den europäischen Markt kommen, ergänzte Unternehmenssprecherin Petra Alefeld-Wehner. "Aber wir müssen da noch mehr tun." Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts Marketing Systems hielt die Marke Lexus im Juli nur einen Marktanteil in Europa von 0,13 %.

Derweil steigt der Absatz der Marke Toyota in Europa. Der drittgrößte Autokonzern der Welt erhöhte am Montagabend die Absatzprognose 2003 für Europa von 790 000 auf 800 000 Fahrzeuge. "Wir bleiben aber bei unserer Prognose, im Jahr 2010 die Grenze von 1,2 Mill. abgesetzten Fahrzeugen zu erreichen", sagte Toyoda.

Toyotas Kapazitäten in Europa reichen für eine solche Produktion kaum. Überlegungen über einen Ausbau gebe es aber noch nicht. In den Werken Valenciennes (Frankreich) und Burnaston (Großbritannien) soll 2004 mit der Einführung einer dritten Schicht die Produktion auf jährlich über 600 000 Fahrzeuge hochgefahren werden.

In diesem Jahr werde Toyota an den beiden Standorten, an denen der Avensis und der Corolla enstehen, über 500 000 Fahrzeuge produzieren. 2002 waren es gut 400 000 Fahrzeuge gewesen. Nicht ausgelastet ist nach Angaben von Alefeld-Wehner derzeit das Werk in der Türkei, in dem im vergangenen Jahr lediglich 38 000 von möglichen 100 000 Autos produziert worden seien. Ab 2005 sollen zudem jährlich 100 000 Autos aus dem tschechIschen Werk Kolin kommen, wo Toyota in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen PSA-Konzern an einem Kleinwagen - noch unter Yaris-Format - baut.

Unzufrieden zeigte sich Toyoda mit dem Absatz auf dem wichtigsten Markt in Europa: "In Deutschland verkaufen wir noch zu wenig", sagte der gelernte Ingenieur. Gleichwohl bleibe der Konzern bei seinem Ziel, in diesem Jahr auf dem deutschen Markt 107 000 Fahrzeuge abzusetzen nach 103 000 Stück im Vorjahr.

Auf der IAA zeigt Toyota die Neuauflage seines Hybridfahrzeugs Prius. Für das mit einer Mischung aus Benzin- und Elektromotor angetriebene Fahrzeug peile der Konzern "einen jährlichen Absatz von 5000 Fahrzeugen an", sagte Toyoda. Weltweit hat Toyota den Prius bislang 100 000 Mal verkauft - die meisten davon in den USA. Für sein Dieselfiltersystem D-Cat, das sowohl Russpartikel als auch Stickoxide filtert, wollte der Manager keine Absatzprognosen abgeben.

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