Liberale weiter unter Druck
Gerhardt: FDP-Landesvorstand soll zurücktreten

Die Strategietagung der Liberalen wurde überschattet von der Spendenaffäre um Jürgen Möllemann und den nordrhein-westfälischen Landesverband.

HB/dpa BERLIN. Die FDP geht nach den Worten ihres Vorsitzenden Guido Westerwelle gestärkt aus ihrer zweitägigen Strategietagung in Berlin hervor. Zum Abschluss des Treffens sagte Westerwelle heute, seine Ausführungen und die des Fraktionschefs Wolfgang Gerhardt seien von Fraktion und Bundesvorstand einhellig unterstützt worden. Sein Strategiepapier für eine eigenständige, unabhängige und starke FDP sei zustimmend zur Kenntnis genommen worden.

Überschattet wurde die Strategietagung der Liberalen von der Spendenaffäre um den ehemaligen NRW-Parteichef Jürgen Möllemann. So forderte der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Wolfgang Gerhardt, bei der Klausurtagung den Rücktritt des gesamten nordrhein-westfälischen Landesvorstandes.Das berichteten heute Teilnehmer der Tagung. Wegen der Parteispendenaffäre um den zurückgetretenen Landeschef Jürgen Möllemann sei ein Neuanfang nötig. Deshalb müssten alle Vorstandsmitglieder auf dem geplanten Sonderparteitag neu gewählt werden.

Gerhardt selbst wollte dies vor Journalisten weder bestätigen noch dementieren. Er sei aber der Auffassung, dass der NRW-Vorstand eine Verantwortung für die gesamte Partei habe.

Außerdem verabschiedete sich die FDP von dem "Projekt 18" aus dem Bundestagswahlkampf. Das Ziel der FDP sei es, eine liberale Politik für Deutschland durchzusetzen, sagte der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle zum Abschluss der zweitägigen Tagung. "Dafür wollen wir stärker werden."

Mit welcher Zahl die Liberalen in den Wahlkampf zögen, entscheide sich von Wahl zu Wahl.

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