Liberty hält zurzeit 7 Prozent
Liberty Media soll zweitgrößter Aktionär bei News Corp. werden

dpa NEW YORK. Die US-Medienfirma Liberty Media soll mit einem Anteil von 20 % zweitgrößter Aktionär bei dem internationalen Medienkonzern News Corp. werden. Der Australier Rupert Murdoch beherrscht die News Corp. und ist mit einem Anteil von 30 % größter Aktionär.

Das Kabelfernseh-Unternehmen Liberty Media wird von John C. Malone geführt, der eng mit Murdoch befreundet ist. Liberty Media hält bereits sieben Prozent Anteil an der News Corp. Malone will seine Beteiligung an der Gemstar-TV Guide International Inc. für die höhere Beteiligung an der News Corp. tauschen. Das berichte das "Wall Street Journal". Die Firmen nahmen keine Stellung.

Gemstar besitzt die größte US-TV-Programmzeitschrift "TVGuide" und elektronische Programmdienste wie VCR Plus. Liberty Media und News Corp. halten jeweils 20 % an Gemstar. Die News Corp. würde durch die Transaktion ihren Gemstar-Anteil auf 40 % erhöhen. Die Gemstar-Aktien sollen dann in die Sky Global Networks Inc. eingebracht werden. In diese neue Firma will die News Corp. ihr gesamtes Satellitenfernseh-Geschäft einbringen.

Sky Global soll laut "New York Times" im kommenden Monat an die Börse gebracht werden. Malone würde auch Aktien der Sky Global erhalten und soll einen Sitz im Verwaltungsrat der News Corp. bekommen. Sky Global würde mit der Transaktion für eine ins Auge gefasste Übernahme des größten amerikanischen Satellitenfernsehunternehmens DirecTV finanziell gestärkt. DirecTV gehört zur General Motors - Tochter Hughes Electronics.

Murdoch (70) kontrolliert die News Corp. seit Jahrzehnten. Er hofft, dass seine Söhne Lachlan und James das Unternehmen einmal führen werden. Lachlan führt die australischen Geschäfte und das Verlagsgeschäft in den USA, während James kürzlich Chef des Satelliten-Fernsehunternehmens Star TV (Hongkong) wurde. Peter Chernin leitet als Präsident die Tagesgeschäfte der News Corp. Die "New York Times" glaubt, dass Murdoch Malone nur stimmrechtslose Aktien zukommen lassen wird, da er die 30-prozentige Familienkontrolle der News Corp. streng bewahrt hatte.

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