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Liberty Media sagt keine Risikoinvestitionen zu

Der US-Medienkonzern Liberty Media ist eigenen Angaben zufolge nicht bereit, die Zustimmung der deutschen Kartellbehörden zum geplanten Kauf von TV-Kabelnetzen der Deutschen Telekom durch die Zusage riskanter Großinvestitionen in den Ausbau der Netze zur Übertragung von Sprachtelefonie zu sichern.

rtr SCOTTSDALE. "Es wäre für uns unklug, eine größere Summe in einen bis dato ungeprüften Service zu investieren", sagte Liberty-Chef John Malone in der Nacht zum Donnerstag auf einer Medienveranstaltung in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona. "Wir versuchen wirklich ehrlich mit der Kartellbehörde umzugehen. Wir müssen dem Telefongeschäft nachgehen, wenn es Kunden dafür gibt." Bislang aber seien Telefondienste über TV-Kabelnetze noch nirgends in größerem Umfang angeboten worden, fügte Malone hinzu.

Liberty Media will für 5,5 Mrd. ? den Großteil der TV-Kabelnetze der Deutschen Telekom übernehmen. Dazu bedarf es der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Dieses hatte Liberty signalisiert, mit einem umfangreichen Ausbau der TV-Kabel für schnellen Internet-Zugang oder zur Übertragung von Sprachtelefonie seine Chancen auf eine Genehmigung erhöhen zu können. Der geforderte Ausbau könnte nach Auffassung der Kartellwächter für mehr Wettbewerb in der Ortsnetz-Telefonie sorgen, wo die Deutsche Telekom derzeit noch ein Quasi-Monopol habe. "Wenn wir mehr Zugeständnisse bei der Telefonie machen würden, werden wir möglicherweise die Zustimmung bekommen. Wenn nicht, ist es unsicher", sagte Malone. "Aber wenn sie einen wirklich zukunftsfähigen Wettbewerber haben wollen, müssen wir sehr vorsichtig agieren. Wenn das die Kartellbehörde nicht zufrieden stellt - dann sind wir nicht das richtige Unternehmen für Deutschland", fügte er hinzu.

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