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Licht am Ende des Tunnels

Ein Ende ist in Sicht. Die Phase der Ertragswarnungen endet in dieser Woche und die spannende Saison der Quartalsergebnisse beginnt. Für heute erwartet die Wall Street die Ergebnisse von General Electric und Honeywell. Analysten erwarten für den Energiekonzern einen Gewinn von 32 Cents pro Aktie, der Mischkonzern soll 76 Cents pro Papier erwirtschaftet haben.

Folgen werden im weiteren Wochenverlauf die Quartalszahlen von Yahoo, General Motors, Biogen und Gateway. "Das dritte Quartal hat in diesem Jahr die meisten Gewinnwarnunggen gesehen", so Joseph Kalinowski von I/B/E/S. Analysten hatten die Erwartungen für das Ertragswachstum des S&P 500 Index im dritten Quartal von 18,2 Prozent auf 14,9 Prozent reduziert. Kalinowski hält die Schätzungen jedoch für zu konservativ und gibt Anlass zur Hoffnung. Das Ertragswachstum dürfte unerwartet positiv ausfallen und in einer Spanne von 18 bis 19 Prozent liegen. Nach den Meldungen der vergangenen Wochen ist dies Balsam auf die Wunden der geplagten Anleger.



Die Futures deuten auf einen leichten Handelsstart hin. Der S&P 500 Future notiert fast unverändert. Der Nasdaq Future klettert rund 16 Punkte ins Plus. Mit hohem Handelsvolumen ist am heutigen Columbus Day und Yamkappur Tag jedoch nicht zu rechnen. Ein Großteil der Bevölkerung genießt den Feiertag und bleibt der Arbeit fern.



PepsiCo

dürfte heute von einem positiven Kommentar von Goldman Sachs profitieren. Die Analysten korrigieren die Gewinnschätzungen für das Jahr 2000 und 2001 für den Getränkekonzern nach oben. Der internationale Bereich werde voraussichtlich fünf Milliarden Dollar mehr Gewinn als bisher erwartet einbringen. Der Exportbereich von PepsiCo werde im vierten Quartal erst mal seit langem wieder schwarze Zahlen schreiben und den Gewinn pro Aktie um einen bis zwei Cents steigern. Das Kursziel setzten die Analysten mit 50 bis 52 Dollar fest.



Vorbörsliche Kursverluste muss dagegen America Online hinnehmen. Ein U.S. Senator warnte, dass die Fusion des Internet-Konzerns mit dem Medienkonzern Time Warner voraussichtlich gegen die Wettbewerbsbedingungen verstoßen werde.



Erfreulicher geht es vor Handelsstart heute bei Intel und Texas Instrument zu. Einer Studie zufolge könnten die Umsätze von Computerchips in diesem Jahr um 37 Prozent stiegen sein. Damit wären die Verkaufszahlen stärker gewachsen als ursprünglich erwartet. Erst in den kommenden zwei Jahren soll sich das Umsatzwachstum moderat abschwächen. Nachdem die Aktien von Intel im vergangenen Monat rund 40 Prozent und die von Texas Instruments fast 25 Prozent an Wert verloren hat, können sich die geplagten Anleger heute wieder freuen.



Electronic Data Systems konnte seinen großen Konkurrenten IBM ausstechen. Die amerikanische Kriegsmarine vergibt EDS den größten Einzelauftrag in ihrer Geschichte. Sieben Milliarden Dollar bekommt der IT-Dienstleister für den Aufbau eines Intranets, das über 367 000 Benutzern Sprach-, Videoübertragung und Email-Service zur Verfügung stellt. Acht Jahre soll die Kooperation dauern. Sowohl Goldman Sachs als auch Merrill Lynch heben ihr Kursziel für EDS an. IBM dürfte heute schwächer eröffnen, EDS kann schon vorbörslich zulegen.



Emulex verkündete einen Aktiensplitt. Der Hersteller von Netzwerkkarten wird seine Aktien zwei zu eins aufteilen. Innerhalb des vergangenen Jahres hat sich der Emulex-Wert verdoppelt. Augenblicklich notiert er bei 108 Dollar.



Applied Materials

bekommt Ärger mit der amerikanischen Justizbehörde. Die Behörde nimmt die Lizensierungspraktiken des Chipherstellers genau unter die Lupe. In einer Presseerklärung streitet Applied ab, nicht rechtsgültige Verfahren zur Lizensierung vorgenommen zu haben. Man sei aber gerne bereit mit der Behörde zu kooperieren.



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