Liebhaber lassen sich Humidore von Seger van Heyst rund 10 000 Euro kosten
Nobelherberge für Zigarren

Sein Zigarrenschrank ist erst seit anderthalb Jahren auf dem Markt, doch schon hat Maurits van Heyst Bedenken, dass er zu viel über seine Kunden preis gibt. Palastbesitzer aus dem Mittleren Osten kaufen bei ihm ein, erfolgreiche Geschäftsleute oder prominente Yachtbesitzer, die nach einem Plätzchen für ihre Zigarren suchen.

HAMBURG. Namen sind tabu: Van Heyst ist vertraut mit den Spielregeln der Luxusgüterindustrie, in der Diskretion zum Geschäft gehört. "Wir wollen den Rolls Royce unter den Humidoren bauen", sagt er selbstbewusst. Seine Firma Seger van Heyst baut Humidore. und zwar keine, die für 50 oder 100 Euro im Kaufhaus zu haben sind. Sondern edle Möbel, rund einen Meter hoch, mit integrierter Klimatechnik: Die Tür aus Glas, die Innenverkleidung aus Aluminium und Edelstahl, die Hülle aus Vogelauenahorn.

Mindestens 10 000 Euro kostet der spezielle Aufbewahrungsort für die Zigarren. Er erzeugt ein Klima, das sich nach den Bedürfnissen der Tabakprodukte richtet. Etwas mehr Luftfeuchtigkeit oder etwas weniger Wärme für die wertvollen Zigarren aus Kuba? Kein Problem: Der "Climador" ist so etwas wie eine Nobelherberge für Zigarren.

"Das Besondere an unserem Zigarrenschrank ist eine ausgefeilte Klimatechnik", sagt Maurits van Heyst. Der 39-Jährige ist einer von zwei Geschäftsführern von Seger van Heyst. Die Erscheinung des gebürtigen Holländers, der in Hamburg lebt, passt zur Aura seiner Produkte. Das lichte braune Haar seriös nach hinten gekämmt, der dunkle Anzug gut geschnitten, der Blick fest, freundlich und verbindlich. Ewig hatte er, der Zigarren "zur Entspannung" raucht, nach einem vernünftigen Schrank für seine Tabakwaren gesucht. Begehbare Humidore bei Zigarrenhändlern auf Flughäfen hatten ihm gut gefallen, so etwas wollte er kleiner nachbauen.

Deshalb hat er nicht lange gezögert, als er vor gut vier Jahren den Klimatechniker Paul Seger traf. Zusammen gründeten sie Seger van Heyst, Humidor Technologies. Lange tüftelten sie an ihrem Produkt herum, seit Herbst 2003 ist es auf dem Markt. Sämtliche Geräte verkaufen sie im Direktvertrieb, aktuell sind sie mit Hotelketten in Verhandlung, im Laufe des Jahres wollen sie den Markt in Frankreich, England und Spanien erschließen.

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