Lieferengpässe für MP3-Recorder
Konsumelektronik rechnet mit zehnprozentigem Plus

Das Weihnachtsgeschäft bringt für die Branche wie alle Jahre einen großen Schub. Bis Januar werden für Fernseher, Videorecorder, HiFi-Anlagen, Videospiele, Mobil- und Schnurlostelefone sowie Heim-PCs fast 19 Mrd. DM ausgeben.

dax FRANKFURT/M. Das Weihnachtsgeschäft bringt für die Konsumelektronik-Branche wie alle Jahre den großen Schub. In den Monaten Oktober bis Januar werden für Fernseher, Videorecorder, HiFi-Anlagen, Videospiele, Mobil- und Schnurlostelefone sowie Heim-PCs in Deutschland fast 19 Mrd. DM ausgeben. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), rechnet für das laufende Jahr mit einem Gesamtumsatz der Branche von 37,5 Mrd. DM. Das entspräche einem zehnprozentigen Plus gegenüber dem Vorjahr, teilte die gfu am Montag in Frankfurt am Main mit. Zuwächse gegenüber dem Vorjahr werden in allen Marktsegmenten erwartet, also auch bei der klassischen Unterhaltungselektronik.

Die Preise bleiben im Weihnachtgeschäft nur dann stabil bleiben, wenn der Euro nicht noch weiter "schwächelt", betonte Hecker. Im Laufe des Jahres haben einige Unternehmen ihre Preise wegen der Euro-Schwäche bereits anpassen müssen. Das betraf vor allem jene Branchenunternehmen, deren Geräte oder Komponenten durch die Wechselkurse zu Dollar und Yen belastet sind. Die Betriebe müssten auf mögliche neue Kurskorrekturen sehr schnell reagieren. Inwieweit die höheren Abgabepreise dann vom Handel auch voll an den Kunden weitergereicht werden, bleibt nach Einschätzung der Einzelhandelsverbände dann aber abzuwarten. Das aktuelle Geräte-Angebot bezeichnete der gfu-Aufsichtsratsvorsitzende und Vorstandschef der Loewe AG als "attraktiv wie selten zuvor". Die Einführung der Digitaltechnik sowie die daraus resultierende Konvergenz von Unterhaltungs-, Computer- und Telekommunikations-Technologien sorgen für eine breite Palette neuer Anwendungen.

Von den prognostizierten Gesamtausgaben für Produkte der Konsumelektronik entfallen nach Heckers Prognose fast 16,7 Mrd. DM auf Geräte der klassischen Unterhaltungselektronik. Das würde einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (16,4 Mrd.) von zwei Prozent bedeuten. Laut einer gfu-Umfrage steht das so genannte Heimkino, die Verbindung von 16:9-Breitbild-Fernsehgeräten, Dolby Surround-Anlagen und DVD-Spielern - auf vielen Wunschzetteln. Aus Kostengründen näherten sich aber viele Verbraucher der Anschaffung zunächst über den Kauf von Einzelkomponenten. Hochwertige 100-Hz-Breitbild-Fernsehgeräte sind zunehmend beliebt. Beim Geschäft mit Videospielen und-konsolen wird der Umsatz von 1,4 auf 1,7 Mrd. Mark steigen. Das entspricht einem Plus von 17 %.

Viele Freunde haben die winzigen MP3-Recorder, für die im Weihnachtsgeschäft sogar Lieferengpässe erwartet werden. Für Aufsehen dürften die ersten DVD-Audio- und Super-Audio CD-Spieler sorgen. Im Bereich "Car-Audio" wird im Vorfeld der neuen Bestimmungen für das Telefonieren im Auto viel Nachfrage nach Radio-Telefon-Kombinationen erwartet. Die Ausgaben für Home-PCs und Zubehör dürften sich auf Grund der gestiegenen Ansprüche der Konsumenten um 12 % von 13,2 auf 14,8 Mrd. DM erhöhen. Der Umsatz für den Bereich der privaten Telekommunikation wird vor allem dank der starken Nachfrage nach Handys, die im Vorjahresvergleich sogar um 127 % zulegen werden, um 43 % von 3,1 auf 4,4 Mrd. DM klettern.

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