Liefervertrag mit US-Autobauer: Beru-Aktie auf Allzeithoch

Liefervertrag mit US-Autobauer
Beru-Aktie auf Allzeithoch

Die Aktien des im MDax gelisteten Ludwigsburger Automobilzulieferers Beru sind am Freitag auf ein Allzeithoch gestiegen, nachdem die Gesellschaft am Vortag einen Liefervertrag mit einem großen US-Fahrzeughersteller bekannt gegeben hatte.

Reuters FRANKFURT. Die Titel kletterten bis zum frühen Nachmittag zeitweise mehr als acht Prozent auf 54,90 Euro und damit über ihr bisheriges Allzeit-Hoch von 54 Euro vom August 2001. Am Vorabend hatte Beru bekannt gegeben, ab 2004 einen der großen drei US-Fahrzeughersteller mit elektronischen Reifendruck-Kontrollsystemen zu beliefern und dadurch einen kräftigen Umsatzbeitrag zu erwarten.

"An wen wir ausliefern werden, dürfen wir noch nicht sagen, aber General Motors ist es nicht, da ihre Plattform bereits an einen Konkurrenten vergeben ist", sagte Beru-Sprecher Stephan Haas am Freitag. Damit blieben die anderen großen US-Hersteller Ford und Chrysler als mögliche Partner übrig. Nach Angaben von Beru wird sich das Liefervolumen ab 2004 auf mehr als 300 000 Stücke belaufen, wobei davon auszugehen sei, dass sich die Stückzahlen in den Folgejahren auf weit über eine Mill. Systeme erhöhen werden. Bereits im ersten Jahr sei mit einem Beitrag zum Konzernumsatz von mehr als 20 Mill. Euro zu rechnen, der dann auf mehr als 60 Mill. Euro jährlich steigen könnte. Beru rechne damit, in den kommenden Jahren in der Reifendruck-Kontrolle den Umsatz jährlich um mehr als 50 % auszuweiten.

In den USA seien die Fahrzeughersteller ab November 2003 gesetzlich dazu verpflichtet, Reifendruck-Kontrollsysteme in ihre Modelle einzubauen, sagte Haas weiter. Dieser Sicherheitsstandard erlaube es Autofahrern, stets den Reifendruck zu kontrollieren, um möglichen Unfällen auf Grund geplatzter Reifen vorzubeugen. Auch wenn es für Hersteller in Europa keine Verpflichtung zum Einbau solcher Systeme gebe, sei damit zu rechnen, dass sich der Standard in einigen Jahren auch dort etablieren werde, sagte Haas weiter.

Davon gehen auch die Analysten der Investmentbank M.M. Warburg aus, die die Beru-Aktien derzeit zum Kauf empfehlen und ein Kursziel für die Titel bei 56,20 Euro haben. "Wir erwarten, dass das RDK (Reifendruckkontrollsystem) in den kommenden Jahren ähnlich wie in der Vergangenheit ABS, Airbag, etc., als Sicherheits-Feature sukzessive zum Serienstandard wird. Damit würde sich auch ein Europa ein Potential im Millionenstückzahlbereich eröffnen", teilten die Analysten mit.

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