Lieferwagen mit Benzinbombe sicher gestellt
Polizei vereitelt Anschlag in Nordirland

Die nordirische Polizei hat am Freitag in Belfast offenbar einen Bombenanschlag vereitelt. Nach Angaben der Polizei fingen Beamte an einer Straßensperre einen mit einer mächtigen Benzinbombe beladenen Lieferwagen ab.

WiWo/ap BELFAST. Die Behörden schreiben den geplanten Anschlag abtrünnigen IRA-Mitgliedern zu. Zwei bewaffnete Männer luden den Angaben zufolge in einem katholischen Wohnort Belfasts die Bombe in den Lieferwagen und zwangen den Fahrer mit vorgehaltener Waffe, das Auto ins Stadtzentrum zu fahren. Auf der Fahrt kamen sie unerwartet an eine Kontrollstelle der Polizei. Die beiden bewaffneten Männer konnten fliehen.

Wenige Stunden zuvor hatte Chefminister David Trimble vor einem erneuten Auseinanderbrechen der nordirischen Regionalregierung gewarnt. Grund der Besorgnis seien Vermutungen auf Seiten der Protestanten, die Untergrundorganisation IRA beteilige sich weiterhin an gewaltsamen Aktionen, sagte Trimble nach einem Gespräch mit seinen Kollegen von der IRA-nahen Sinn Fein. Er habe dem Präsidenten der Sinn Fein, Gerry Adams, und dessen Stellvertreter Martin McGuinness gesagt, ihre Partei müsse zeigen, dass die Irisch-Republikanische Armee (IRA) der Gewalt abgeschworen habe. Falls dies nicht geschehe, sei die Koalition in Gefahr.

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