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Lienens Position gestärkt: 96 gewinnt 3:1 in Rostock

Hannover 96 hat mit einem 3:1 (2:0) bei Hansa Rostock den letzten letzten Platz der Fußball-Bundesliga verlassen und die „Rote Laterne“ an die Mecklenburger weitergereicht.

dpa ROSTOCK. Hannover 96 hat mit einem 3:1 (2:0) bei Hansa Rostock den letzten letzten Platz der Fußball-Bundesliga verlassen und die "Rote Laterne" an die Mecklenburger weitergereicht.

Leandro (14.), Tranquillo Barnetta (23.) und der eingewechselte Daniel Stendel (85.) erzielten vor 16 000 Zuschauern die Tore zum ersten Auswärtssieg für die Niedersachsen, die damit die Position des zuletzt in die Kritik geratenen Trainers Ewald Lienen stärkten. "Das war ein völlig verdienter Sieg. Wir haben hinten sehr gut gestanden und auch die Ruhe bewahrt, als Hansa eingangs der zweiten Halbzeit Druck gemacht hat", meinte Lienen.

Für seinen ehemaligen Verein brechen hingegen nach der vierten Niederlage im vierten Heimspiel des Spieljahres ganz schwere Zeiten an. Daran kann auch Razundara Tjikuzus später Ehrentreffer (88.) nichts ändern. "Wir schaffen es im Moment einfach nicht, ein Heimspiel kompakt zu Ende zu bringen. Und wenn man so früh in Rückstand gerät, wird man natürlich auch nicht sicherer", gestand Trainer Juri Schlünz erneut schwer enttäuscht ein.

Das Desaster für Hansa hatte sich bereits frühzeitig angedeutet. Auf dem glitschigen Rasen offenbarten die ohne ihren verletzten Kapitän Altin Lala (Rippenprellung) angetretenen Gäste zu Beginn zwar einige Standschwierigkeiten. Nach einer knappen Viertelstunde hatten die "Roten" sich aber gefunden und schlugen zwei Mal eiskalt zu. Zunächst schob Leandro eine Freistoß-Flanke von Nebojsa Krupnikovic, der erstmals in dieser Saison zu Hannovers Startelf gehörte, aus Nahdistanz zur Führung und zu seinem ersten Saisontor ein.

Nur neun Minuten später war Barnetta zur Stelle und köpfte nach einer Eingabe von Michael Tarnat schulbuchmäßig zum 2:0 ein. "Das war ein fast perfekter Konter mit einem tollen Abschluss", lobte Lienen. Für den erst 19 Jahre alten Schweizer war dies bei seinem erst zweiten Bundesliga-Einsatz der erste Treffer. Erneut Leandro hätte drei Minuten vor der Pause eine Vorentscheidung erzwingen können, aber Hansas Torhüter Mathias Schober lenkte den Kopfball des Brasilianers mit einer Klasse-Parade noch um den Pfosten.

Zu diesem Zeitpunkt war Hansa noch nicht einmal gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse aufgetaucht und präsentierte sich wie in den Heimspielen zuvor kopflos und ohne jegliche Durchschlagskraft. Daran änderte auch die Rückkehr von Rene Rydlewicz nach seiner abgelaufenen Gelb-Rot-Sperre nichts. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte tauchte Rostock mit dem bislang besten Saison-Torschützen Antonio Di Salvo einmal gefährlich vor den Kasten von Robert Enke auf. Sein Schuss ging aus Nahdistanz jedoch über das Tor.

Auch nach dem Wechsel machten es die Hausherren kaum besser, obwohl Juri Schlünz nach Stürmer Rade Prica, der bereits in der 31. Minute Thomas Meggle ersetzte, mit Thomas Rasmussen einen weiteren offensiv orientierten Akteur einwechselte. "Die Mannschaft hat alles versucht. Das hat man gesehen", befand Schlünz. Die beste Chance auf den Anschlusstreffer vergab noch Prica, dessen platzierter Schuss aus 16 Metern von Enke zur Ecke gelenkt wurde (60.).

Da hätte es aber auch schon 3:0 für die Gäste heißen können, wenn Christoph Dabrowskis Schuss vier Minuten zuvor nicht auf der Latte, sondern im Tor gelandet wäre. Dafür machte es Stendel nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung besser und schoss aus 14 Metern unhaltbar für Schober zur endgültigen Entscheidung ein.

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