Life-Style-Markt im Focus
Puma macht sich in der Formel Eins breit

Der Sportartikelhersteller hofft auf neue Impulse aus dem Rennsport. Für das Jordan-Team von Heinz-Harald Frentzen haben die Franken sogar eine ganze Kleider-Kollektion entwickelt.

jojo/HB NÜRBURGRING. Stolz geht Martin Gänsler durch die Boxengasse des Nürburgrings. Alle paar Meter zeigt der stellvertretende Vorstandschef der Puma AG auf die Mitarbeiter der Formel-Eins-Teams, die mit Puma-Schuhen ausgerüstet sind. Sieben Rennställe tragen die Treter aus Herzogenaurach. Mit dem Engagement will Puma in einem stagnierenden Markt wachsen. "Das ist auf unserer Linie, mehr Life-Style-Produkte anzubieten", unterstreicht Gänsler. Im Klartext: Nachdem sich die Firma mit einer Yoga-Kollektion bereits vom früheren Fußball-Image verabschiedet hat, soll jetzt die Formel-Eins für neue Impulse sorgen.

Bis jetzt geht die Strategie auf. Während große Wettbewerber wie Adidas-Salomon und Nike mit hausgemachten Problemen kämpfen, kann Puma beachtlich zulegen. Nach rund 900 Mill. DM Umsatz im vergangenen Jahr soll 2001 erstmals die Milliarden-Grenze übersprungen werden. "Wir liegen sogar leicht über den Prognosen", betont ein Puma-Sprecher.

Puma ist nicht das einzige Unternehmen der Branche, das von der Popularität des Motorsports profitieren will. Vergangene Woche hat der italienische Hersteller Fila angekündigt, das Ferrari-Team auszustatten. Auch Nike mischt im Formel-Eins-Zirkus mit.

"Die Formel Eins wird professioneller und deshalb für die Firmen interessant", betont Jordan-Fahrer Jorno Trulli. "Da werden noch andere Sportartikel-Firmen kommen", ist auch Team-Chef Eddie Jordan überzeugt. Puma-Vize Gänsler will allerdings nicht sagen, wie viele Formel-Eins-Schuhe sein Unternehmen verkauft und spricht von "einer ordentlichen Zahl". Bei Preisen von bis zu 300 DM soll die Marke Puma künftig aber noch stärker in Life-Style-Läden vertreten sein. Deren Käufer, so das Kalkül, sind auch weniger dafür anfällig, bei einer Konjunkturabkühlung auf ein neues Equipment zu verzichten.

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