Liga verhandelt trotzdem weiter mit Kirch Media
Kirch zahlt Bundesliga-Rate nicht

Die finanziellen Schwierigkeiten haben sich für die 36 Fußball-Bundesligisten zugespitzt. Die am Mittwoch fällig gewordene Rate aus dem TV-Vertrag ist von der zahlungsunfähigen Kirch Media nicht bezahlt worden.

dpa FRANKFURT/MÜNCHEN. Das bestätigte ein Sprecher der Kirch Media. Die noch fehlenden 79 Mill. Euro für die laufende Saison fallen laut Kirch Media-Auskunft unter das Insolvenzrecht und können daher nicht an die Deutsche Fußball Liga (DFL) überwiesen werden. Trotz entsprechender Forderungen aus der Liga hat die DFL nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzen Werner Hackmann den Vertrag bisher nicht gekündigt.

Zerschlagen hat sich damit auch die Hoffnung der DFL, dass die insolvente Kirch Media einen anderen Weg zur Zahlung des noch ausstehenden Geldes findet. Nach dem angedrohten TV-Boykott des vergangenen Wochenendes hatte das Unternehmen eine Extrazahlung von 24 Mill. (inklusive Mehrwertsteuer) zugesagt, die nur für den 33. und 34. Spieltag gilt. Mit diesem finanztechnischen "Kunstgriff" sind von der ursprünglichen Summe (103 Mill. Euro) der vierten Rate für die Spielzeit 2001/2002 noch 79 Mill. Euro offen.

Die DFL hatte vor Ablauf der am Mittwoch abgelaufenen Frist ein außerordentliches Kündigungsrecht für sich reklamiert. "Bisher haben wir davon keinen Gebrauch gemacht", sagte der DFL - Vorstandsvorsitzende. Allerdings hatte der vorläufige Insolvenzverwalter die DFL ohnehin dazu autorisiert, Verhandlungen mit anderen Interessenten für die Bundesliga-Rechte zu führen.

Erste Gespräche hat es bereits gegeben, darunter auch mit der ARD. Gleichzeitig hofft die DFL aber auf eine Lösung mit der Kirch Media, die für den bis 2004 laufenden Kontrakt insgesamt 1,53 Mrd. Euro versprochen hatte. "Wir sind weiter in konstruktiven Gesprächen", hieß es am Mittwoch bei der insolventen Kirch Media. Weder das Unternehmen noch Hackmann wollten sich zu Details äußern.

Die erneute Drohung mit einem TV-Boykott schloss der DFL - Vorstandsvorsitzende aus. Das Saison-Finale soll wie gewohnt bei den bisherigen Bundesliga-Sendern SAT.1, ZDF, ARD und Premiere zu sehen sein.

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