Ligastart in Italien
Die Meisterschaft wird in Mailand entschieden

Die an diesem Wochenende endlich startende italienische Fußball-Meisterschaft wird in Mailand entschieden. Das Derby zwischen den stark aufgerüsteten Stadtclubs AC und Inter Mailand wird zugleich das Duell um den "Scudetto" werden, glaubt nicht nur Nationaltrainer Giovanni Trapattoni.

HB ROM. "Milan hat einen großen Qualitätssprung gemacht", lobt auch Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld den Titelanwärter und Champions-League-Gegner der Münchner.

Neben Milan und Inter werden Titelverteidiger Juventus Turin und Vize-Meister AS Rom Siegchancen eingeräumt. Die beiden deutschen Legionäre Oliver Bierhoff und Carsten Jancker dürften dagegen mit der Spitze nichts zu tun haben. Bierhoff darf mit Chievo Verona genauso wie Jancker mit Udinese Calcio allenfalls auf einen UEFA-Cup-Platz hoffen.

In der Spitzengruppe brennt vor allem Inter Mailand auf den Titel. In der letzten Saison verspielten die Blau-Schwarzen die Meisterschaft als Spitzenreiter noch am letzten Spieltag. "Jetzt müssen wir gewinnen", weiß Trainer Hector Cuper. Durch Ronaldos "Flucht" zu Real Madrid fühlen sich die Mailänder nicht geschwächt. "Inter ist sogar stärker geworden", meint Präsident Massimo Moratti. Mit Nationalverteidiger Fabio Cannavaro vom AC Parma konnte Inter einen der besten Abwehrspieler der Welt verpflichten und mit dem Argentinier Hernan Crespo von Lazio Rom fand man einen würdigen Ronaldo-Ersatz. "Wir gewinnen die Champions League und den Meistertitel", gibt sich Crespo bereits siegessicher.

Genauso selbstbewusst startet der Lokalrivale in die wegen der lange Zeit fehlenden Fernsehverträge um zwei Wochen verschobene Saison. "Milan hat perfekt eingekauft", lobt Trapattoni. Mit dem beim FC Barcelona ausgemusterten und deshalb ablösefreien Brasilianer Rivaldo sicherte sich Milan ein echtes Schnäppchen für den Sturm. Die Abwehr verstärkte Trainer Carlo Ancelotti mit Nationalverteidiger Alessandro Nesta. Der Ex-Kapitän von Lazio Rom gilt neben Cannavaro als einer der weltbesten Verteidiger. Lazio ließ ihn nur ziehen, um mit den 30,2 Mill. ? Ablöse die drohende Pleite zu verhindern. Nach dem Ausverkauf ist Lazio genauso wie der AC Parma kaum mehr in der Lage, mit den Mailändern mitzuhalten.

Auch Vize-Meister AS Rom scheint gegenüber den norditalienischen Fußball-Großmächten ins Hintertreffen zu geraten. Nicht einmal Trainer Fabio Capello traut seinem Team große Erfolge zu: "Wir spielen um Platz vier", meinte Capello und riss die Fans in der Ewigen Stadt damit jäh aus ihren Titelträumen. "Wenn das sein Ziel ist, kann er sofort gehen", schimpfte Clubchef Franco Sensi über seinen Übungsleiter. Ganz vorne mitmischen wird Roma aber wohl nicht, zumal zum Saisonauftakt auch noch der Anfang August am Knie operierte Kapitän und Spielmacher Francesco Totti fehlt.

Wirklich Paroli bieten kann den Mailändern deshalb wohl nur Rekordmeister "Juve". Der Titelverteidiger hat sich mit dem jungen Nationalstürmer Marco Di Vaio vom AC Parma verstärkt und baut ansonsten auf seine bewährten Leistungsträger um Kapitän Alessandro Del Piero und Erfolgstrainer Marcello Lippi.

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