Light-Zigarette nicht weniger gefährdend
Philip Morris zu Millionenzahlung verurteilt

Ein US-Gericht hat dem Tabakriesen Philip Morris vorgeworfen, die Gesundheitsgefährdung durch Light Zigaretten zu verharmlosen und zur Zahlung von 150 Mill. $ (170 Mill. Euro) verurteilt.

dpa PORTLAND. Die Geschworen in Portland im Bundesstaat Oregon waren nach einem Bericht der "Los Angeles Times" vom Samstag zu dem Schluss gekommen, dass Light-Zigaretten das Gesundheitsrisiko nicht verringern. Philip Morris will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Geklagt hatten die Angehörigen der Raucherin Michelle Schwarz, die 1999 im Alter von 53 Jahren an Lungenkrebs gestorben war. Schwarz war aus Gesundheitsgründen auf Zigaretten der Marke Merit umgestiegen, da sie weniger Teer und Nikotin enthalten und von Philip Morris als weniger gesundheitsgefährdend bezeichnet wurden. US-Rechtsexperten zufolge ist dies das erste Urteil in einem Prozess, in dem es um Light-Zigaretten ging.

Die Anklage legte nach eigenen Angaben Beweise vor, dass der größte Tabakkonzern der Welt seit den 60er Jahren wusste, dass Zigaretten mit weniger Teer auch weniger Nikotin enthalten und Raucher deshalb mehr rauchen müssen, um ihren Bedarf zu decken. Dennoch habe das Unternehmen, Zigaretten mit geringerem Teergehalt im Vergleich zu normalen Zigaretten unrechtmäßig als gesünderes Produkt vermarktet.

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