Lili wurde vom Sturm zum Hurrikan
Taifune bedrohen Japan und Kuba

Japaner und Kubaner haben derzeit ähnliche Probleme: Auf beide Inseln rasen gefährliche Wirbelstürme zu, die beide Hauptstädte bedrohen und viele Menschen obdachlos machen könnten.

rtr/dpa TOKIO/HAVANNA. Ein schwerer Taifun bewegt sich auf Japan zu. Wie das Meteorologische Amt am Dienstag in Tokio mitteilte, könnte der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometer in der Stunde auf die japanische Hauptstadt und den Norden des Landes treffen.

Der Taifun "Higos" habe sich am Vormittag (02.00 Uhr MESZ) noch rund 800 Kilometer vor der Japanischen Küste befunden. Am Abend dürfte er die Halbinsel Izu im Südwesten Tokios treffen, teilte das Amt weiter mit. Die Niederschläge könnten etwa 400 Millimeter betragen. Mit Überschwemmungen und Erdrutschen sei zu rechnen.

Japans Kabinetts-Chefsekretär Yasuo Fukuda sagte am Dienstag vor der Presse: "Dies scheint ein äußerst mächtiger (Taifun) zu sein. Nehmen Sie sich bitte in acht."

Auch Kuba hält den Atem an

Der Hurrikan "Lili", der schon seit mehr als einer Woche die Karibik in Atem hält, rückt jetzt zügig auf den Westen Kubas vor. Am Montagabend (Ortszeit) lag das Zentrum des Zyklons nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami nur noch 235 Kilometer südöstlich der Kuba vorgelagerten Isla de la Juventud, die er am Dienstagmorgen erreichen sollte. Die Insel war erst am 20. September von dem Hurrikan "Isidore" heimgesucht worden.

Die Windgeschindigkeiten "Lilis" erreichten 130 Kilometer pro Stunde. Die jetzt von "Lili" eingeschlagene Route ähnelt sehr stark der des noch stärkeren Hurrikans "Isidore". Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán, auf der "Isidore" Anfang voriger Woche mindestens 13 Tote und schwere Verwüstungen hinterlassen hatte, gaben die Behörden am Montag wegen "Lili" eine Sturmvorwarnung.

Die Schadensbilanz "Lilis" in der Karibik steigt Tag für Tag. Auf Jamaika kamen bei Überschwemmungen am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben. Im Osten der Insel brachen Brücken zusammen, Erdrutsche begruben Straßen und Hunderte Menschen wurden obdachlos.

Auf den Cayman-Inseln, über die "Lili" am Montag hinwegzog, entstand nach ersten Informationen ebenfalls Sachschaden. Auf Kuba wurden rund 100 000 Menschen vor dem herannahenden Sturm in Sicherheit gebracht.

Am Montag voriger Woche war "Lili" im Osten der Karibik über die kleinen Antilleninseln gezogen und hatte dort schwere Schäden an Gebäuden und Bananenplantagen angerichtet. Auf St. Vincent starben vier Menschen bei einem Erdrutsch. Außerdem verschwand Medienberichten zufolge ein 2000-Tonnen-Frachter mit sieben Mann Besatzung im Sturm.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%