Linde und Techs im Fokus
Deutsche Aktien leichter erwartet

Die deutschen Aktienmärkte werden am Donnerstag nach Einschätzung von Händlern unter anderem wegen einiger Gewinnmitnahmen leichter in den Handel starten.

rtr FRANKFURT. Der Markt sei nach den jüngsten Konjunkturdaten in den USA und Deutschland sowie der verhalten optimistischen Rede des US-Notenbankchefs Alan Greenspan zuletzt deutlich gestiegen, was nun zu einigen Gewinnmitnahmen führen werde, sagte ein Händler.

"Im Laufe des Tages könnten wir aber erneut die 5 000-Punkte-Marke im Dax sehen", sagte ein Aktienhändler. Diese Marke wurde bereits am Vortag kurzzeitig überschritten. Im Blickpunkt des Handels dürften am Donnerstag die zuletzt starken Technologiewerte im Dax stehen. "Cisco wird die Techs belasten", sagte ein Börsianer mit Blick auf die voraussichtlich nachgebenden Kurse bei Infineon, Siemens und SAP. Die Aktie des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco hatte in den USA am Vortag rund acht Prozent verloren, nachdem ein Maklerhaus die Gewinnschätzungen für Cisco reduziert hatte.

Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung verschiedener Handelshäuser zwischen 4 948 und 4 953 Punkten in den Handel starten. Am Mittwoch hatten das wichtigste deutsche Börsenbarometer 1,28 % gewonnen und bei 4 960 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Vortag 2,59 % zugelegt hatte, wird Händlern zufolge mehr als ein Prozent leichter in die Sitzung starten.

Die US-Märkte hatten am Mittwoch belastet von Gewinnmitnahmen uneinheitlich geschlossen. Während der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,12 % zugelegt hatte, verlor die Technologiebörse Nasdaq 0,85 %.

Im Fokus des deutschen Handels könnten auch die Papiere von Linde stehen. Der Industriegase- und Gabelstablerkonzern hat im vergangenen Jahr sein Ergebnis leicht gesteigert. Den Aktionären schlug Linde für 2001 eine unveränderte Dividende von 1,13 Euro je Stückaktie vor. "Die Zahlen sehen gut aus", sagte ein Händler. Den Gesamtmarkt werde dies aber nicht bewegen. Dafür habe die Aktie ein zu geringes Index-Gewicht. "Langfristig sollte man aber Linde-Aktien haben", fügte der Händler hinzu.

Die Marktforschungsgruppe GfK hat 2001 wegen Sonderabschreibungen und anderen einmaligen Faktoren einen Gewinneinbruch um 41 % auf 14,8 Mill. Euro erlitten. Die im MDax notierte Aktie wird Händlern zufolge leichter in den Handel starten.

Am Neuen Markt dürfte Singulus Anlegerinteresse auf sich ziehen. Der Anlagenbauer hat vorläufigen Zahlen zufolge im Geschäftsjahr 2001 ein Nachsteuerergebnis in Höhe von 27,9 (2000: 48,6) Mill. Euro und einen Umsatz von voraussichtlich 225,5 (375,7) Mill. Euro erwirtschaftet.

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