Lindh droht lebenslange Haftstrafe
Prozess gegen US-Taliban findet wie geplant statt

Ein US-Bundesgericht hat am Montag einen Antrag des amerikanischen Taliban-Kämpfers John Walker Lindh abgewiesen, die Klage gegen ihn fallen zu lassen.

Reuters ALEXANDRIA. Die Verteidiger hatten argumentiert, die Klage verstoße gegen Lindhs Verfassungsrechte. Das Gericht in Alexandria wies zudem den Antrag der Anwälte zurück, den Prozess in den Bundesstaat Kalifornien zu verlegen, der Heimat des 21-Jährigen. Lindhs Verteidiger hatten argumentiert, dass im Bundesstaat Virginia wegen der Nähe zum Pentagon kein gerechter Prozess garantiert werden könne. In die Zentrale des US-Verteidigungsministeriums war am 11. September eines der vier entführten Passagierflugzeuge gestürzt. Der Prozess soll Ende August oder Anfang September beginnen.

Lindh, der als Jugendlicher zum Islam konvertierte, droht eine lebenslange Haftstrafe. Die Klageschrift umfasst zehn Punkte. Unter anderem wird Lindh die Teilnahme an einer Mordverschwörung gegen Amerikaner vorgeworfen. Er soll mit den radikal-islamischen Taliban in Afghanistan und den El-Kaida-Kämpfern des Moslemextremisten Osama bin Laden zusammengearbeitet haben. Bin Laden wird von den USA für die Anschläge vom 11. September in New York und Washington verantwortlich gemacht.Damals wurden etwas 3000 Menschen getötet. Lindh hatte sich im Februar vor Gericht als unschuldig erklärt.

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