Lindh sitzt 20-jährige Haftstrafe ab
„US-Taliban“ Lindh von Mithäftling angegriffen

Der "amerikanische Taliban" John Walker Lindh ist nach einem Medienbericht im Gefängnis von einem Mithäftling angegriffen worden. Das Bundeskriminalamt FBI ging am Donnerstag Informationen der Zeitung "San Bernardino County Sun" nach, wonach es sich bei dem Angreifer um einen Anhänger einer rassistischen Vereinigung handelte. Ob Lindh verletzt wurde, war nicht bekannt.

HB/dpa LOS ANGELES. Der 21 Jahre alte Amerikaner war im vergangenen Oktober zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er sich des Sprengstoffbesitzes und der Unterstützung des Taliban-Regimes in Afghanistan schuldig bekannt hatte. Seit Januar ist Lindh in einem Gefängnis mit rund 1 600 Insassen 150 Kilometer östlich von Los Angeles untergebracht.

Sein Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Lindh war in einer behüteten Umgebung in Kalifornien aufgewachsen, als Teenager zum Islam konvertiert und dann zum Studium der arabischen Sprache in den Jemen umgesiedelt. Später ließ er sich von El Kaida in Pakistan und Afghanistan ausbilden und schloss sich den Taliban-Kämpfern an. Bei der Niederschlagung des Gefangenen-Aufstands von Masar-i-Scharif wurde er gefangen genommen. Vor Gericht sagte der 21-Jährige, hätte er gewusst, was er heute wisse, hätte er sich nie den Taliban angeschlossen.

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