Lindh wegen Verschwörung gegen US-Bürger angeklagt
USA stellen "Taliban-John" vor Zivilgericht

Der von den USA gefangen gehaltene US-Taliban-Kämpfer John Walker Lindh muss sich wegen „Verschwörung gegen die USA“ verantworten.

afp WASHINGTON. Der von den USA gefangen gehaltene US-Taliban-Kämpfer John Walker Lindh muss sich wegen "Verschwörung gegen die USA" vor einem Zivilgericht verantworten. Dafür drohe dem 20-Jährigen bislang nicht die Todesstrafe, sagte Justizminister John Ashcroft am Dienstag in Washington. "Walker hat sich für den Terrorismus entschieden", erklärte Ashcroft vor Journalisten.

Ein Mitarbeiter des US-Bundesgerichts von Alexandria im Bundesstaat Virginia hatte zuvor mitgeteilt, dem Mann werde wegen "bewusster Teilnahme an einer Verschwörung zum Tod von US-Bürgern außerhalb der USA" der Prozess gemacht. Der Taliban-Söldner wird derzeit noch auf einem US-Militärschiff vernommen. Ashcroft schloss nicht aus, dass im Zuge der Vernehmungen weitere Anklagepunkte gegen Walker erhoben werden könnten. Bislang droht im lebenslange Haft.

Walker, der sich seit seiner Bekehrung zum Islam Abdul Hamid nennt, kämpfte an der Seite der Taliban und überlebte die blutig niedergeschlagenen Revolte in einer Festung bei Masar-i-Scharif. Er wurde dort am 1. Dezember festgenommen und von der Nordallianz an die US-Truppen ausgeliefert. Die USA waren bislang ratlos, wie sie mit dem jungen Taliban-Söldner verfahren sollen.

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