Linux gegen Windows
Microsoft fühlt sich benachteiligt

Microsoft hat im prestigeträchtigen Duell zwischen den Betriebssystemen Windows und Linux von der Stadt München die Wiedereröffnung der Ausschreibung für die Erneuerung von 14 000 Computern in der bayerischen Landeshauptstadt gefordert.

HB/dpa MÜNCHEN. "Wir fordern einen fairen Wettbewerb", sagte Firmensprecher Hans-Jürgen Croissant am Dienstag der dpa. Politiker des rot-grünen Rathausbündnisses hatten sich am Montag für ein Angebot der Unternehmen IBM und SuSE Linux AG ausgesprochen.

Der faire Wettbewerb sei außer Kraft gesetzt worden, sagte Croissant. "Unseren Mitbewerbern wurde einseitig die Chance eingeräumt, ihre ursprüngliche Offerte auf der Grundlage detaillierter Kenntnis des Angebots der Microsoft Deutschland GmbH nach zu bessern." Microsoft habe am Dienstag dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) "ein in einigen Punkten konkretisiertes bzw. näher spezifiziertes überarbeitetes Angebot zugeschickt." IBM und die SuSE Linux AG wollten am Dienstag keine Stellung abgeben.

SPD und Grüne in München, die im Rathaus über eine Mehrheit von insgesamt 43 der 80 Sitze verfügen, setzen auf das freie Betriebssystem Linux und ein Office-Paket aus dem Open-Source- Bereich. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am (morgigen) Mittwoch.

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