Linux und Microsoft dringen in Stammbereich von Unix und IBM ein: Softwarehersteller entdecken den Server neu

Linux und Microsoft dringen in Stammbereich von Unix und IBM ein
Softwarehersteller entdecken den Server neu

Unternehmenscomputer und ihre Systemsoftware standen in diesen Tagen nicht im Scheinwerferlicht der Cebit in Hannover. Doch wie in allen Jahren suchen IT-Entscheider aus den Unternehmen an den Ständen von IBM und Hewlett-Packard, Sun Microsystems und Microsoft Entscheidungshilfe für anstehende Investitionen in Computersysteme.

ruk HANNOVER. Dabei geht es häufig um den Trend der Systemsoftware für Serverrechner im unteren und mittleren Leistungsbereich. Gerade in diesem Marktsegment, das lange von Unix und IBM beherrscht wurde, ist mittlerweile ein heftiger Wettbewerb entbrannt.

Einer Untersuchung der Butler Group zufolge steht in der Theorie bei IT-Investitionen zunächst die angestrebte Anwendung im Vordergrund. Davon würde sich dann die Entscheidung für das Betriebssystem und die Hardware ableiten. Dies müsste bei den Anwendern zu einem gewaltiges Durcheinander von Systemen führen, das in der Praxis nicht zu beobachten ist. Die Butler Group schließt daraus, dass die Entscheidung für ein Betriebssystem strategischen Überlegungen folgt. Heterogene IT-Umgebungen seien im Alltagsbetrieb zu teuer.

Um nicht von einem Hersteller abhängig zu sein, sind viele Anwender in den 80er und den frühen 90er Jahren Anwender zu Unix gewechselt. Doch die erhoffte Unabhängigkeit scheint seit Ende der 90er Jahre von Linux zu kommen. Das offene Betriebssystem läuft auf einer Reihe von Rechnern läuft, und bietet sich bei geringen Betriebskosten für eine Konsolidierung an.

Noch sei Linux - erklärt die Butler Group im Einklang mit fast allen Analysten - für einen breiten Einsatz auf den Servern in Rechenzentren nicht reif genug. Doch Vertreter der Linux-Anbieter Red Hat und Suse bestätigten gegenüber dem Handelsblatt, dass beide Häuser mit weiter entwickelten Softwarepaketen für "Enterprise Server" dieses Anwendungsfeld durch Verbesserungen systematisch erobern wollen.

Diesen Weg hat auch der Software-Gigant Microsoft beschritten. Im Rahmen der Vorstellung der neuen Bürosoftware Office 2003 zeigte sich, dass diese mit einer Reihe von Serverpaketen einer Familie 2003 verbunden ist. Wie die Strategen aus dem Linux-Lager will Bill Gates und sein Management sich die erheblichen Umsatzmöglichkeiten des Servermarktes nicht entgehen lassen, zumal der Desktop-Markt ausgereizt ist.

Quelle: Handelsblatt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%