Lipobay-Debakel würde mit übernommen
Glaxo will eventuell Bayer-Pharmasparte kaufen

Das Pharma-Unternehmen Glaxo Smith Kline hat einem Bericht des "Sunday Telegraph" zufolge Interesse an der Pharma-Sparte des Bayer-Konzerns signalisiert.

rtr LONDON. Die Londoner Sonntagszeitung meldete ohne Angabe von Quellen, Glaxo Smith Kline habe kürzlich zu den Investment-Banking-Beratern der Bayer AG Kontakt aufgenommen. Für die Pharma-Sparte von Bayer müsste ein Interessent nach Schätzungen des Blattes bis zu 15 Mrd. Dollar bezahlen. Ein Glaxo-Sprecher sagte, das Unternehmen kommentiere solche Marktgerüchte nicht. Bayer steht möglicherweise eine Welle von Schadenersatzklagen aus aller Welt wegen der Nebenwirkungen des zurückgezogenen Cholesterin-Medikaments Lipobay/Baycol bevor. Glaxo Smith Kline ist Co-Vermarkter von Baycol.

Der US-Anwalt Ed Fagan und sein Münchner Kollege Michael Witti haben angekündigt, sie wollten Geschädigte weltweit in eine Sammelklage in den USA einbeziehen. Nach ihren Angaben soll auch Glaxo in die Klage einbezogen werden. Die beiden Pharmakonzerne waren 1997 eine Kooperation zur Vermarktung des Bayer-Medikaments eingegangen. Das Volumen ist nicht bekannt.

Bayer erwägt, seine Pharmasparte mit einem Jointventure-Partner zu betreiben oder zu verkaufen. Nach Angaben des Leverkusener Konzerns haben sich bereits zwei Interessen für die Pharmasparte gemeldet. Namen nannte Bayer jedoch nicht.

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