„Liquiditätsprobleme gibt es nicht“
Condomi startet Sparprogramm

Nach verfehlten Geschäftsprognosen 2002 hat Europas größter Kondomhersteller Condomi ein Sparprogramm gestartet. Allein bei Marketing und Vertrieb sollen im laufenden Geschäftsjahr (30. Juni) 2,2 Millionen Euro gespart werden. "Wir befinden uns in klassischen Wachstumsschmerzen", sagte der Vorstandschef der Kölner Condomi AG, Volker de l'Homme de Courbiere, am Donnerstag vor der Hauptversammlung in Erfurt.

HB/dpa ERFURT/KÖLN. Nicht betroffen von Kürzungen sei das Werk in Erfurt, dessen Jahreskapazität mit Investitionen von 30 Mill. Euro von 220 auf 720 Millionen Präservative erhöht wurde. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres stieg der Condomi - Umsatz um ein Viertel auf 6,6 Mill. Euro. Vor Zinsen und Steuern machte das Unternehmen einen Gewinn von 200 000 Euro nach einem Minus von 2,6 Mill. Euro vor einem Jahr. Allerdings lag das Konzernergebnis mit einer halben Million Euro in den roten Zahlen. Auf eine Prognose für das Geschäftsjahr 2002/2003 wollte sich der Vorstand nicht festlegen.

Condomi werde sich auf sein Kerngeschäft "Schutz" konzentrieren und dort vor allem durch Großaufträge für Afrika und Brasilien seinen Umsatz in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres steigern, sagte Finanzvorstand Jens Große-Allermann. Durch die Kostensenkungen - unter anderem werden am Produktionsstandort in Polen durch Automatisierung Stellen gestrichen - werde sich der Ertrag verbessern. 4,4 Mill. Euro, die unter anderem durch öffentliche Investitionszuschüsse in die Kasse kommen, will der Vorstand zum Abbau von Krediten einsetzen. "Liquiditätsprobleme gibt es nicht", betonte der Finanzvorstand.

Das seit 1999 börsennotierte Unternehmen mit derzeit rund 440 Beschäftigten hatte im vergangenen Geschäftsjahr bei einem Jahresfehlbetrag von 4,5 Mill. Euro einen Umsatz von 28,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Geplant waren Erlöse von 38 Mill. Euro.

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