Lisogor gewinnt, Vida scheitert
Meyers Silber überdeckt Warneckes Pleite

Heiko Meyer hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Madrid die siebte Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband gewonnen. Dagegen enttäuschte Mark Warnecke erneut.

HB BERLIN.

Heiko Meyer hat bei den Europameisterschaften in Madrid die siebte Medaille für das kleine Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gewonnen. Im Turmspringen konnte der Riesaer zwar seinen Titel nicht verteidigen, holte aber am Freitagabend nach einem spannenden Wettkampf hinter dem überragenden Anton Sacharow aus der Ukraine Silber. Der DSV stellt wie 2002 mit dreimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze im Kunst- und Turmspringen das erfolgreichste EM-Team. Meyers Synchron-Partner Tony Adam (Dresden) belegte einen hervorragenden vierten Rang.

Dagegen enttäuschte Mark Warnecke zum zweiten Mal bei den kontinentalen Titelkämpfen. Vier Tage nach seinem 30. Platz über 100 Meter Brust reichte es auch über die halbe Strecke nur zu einem PLatz außerhalb der Medaillenränge.

Der 34-Jährige vom SV Cannstatt belegte auf der nicht-olympischen Sprintstrecke in schlechten 28,43 Sekunden nur den siebten Platz.

«Das ist ärgerlich, das ist enttäuschend, in der Trainingsphase aber normal», sagte Warnecke. Oleg Lisogor aus der Ukraine gewann den EM-Titel souverän in 27,55 Sekunden. Trotz der zweiten Pleite peilt Warnecke weiter seine fünften Olympischen Spiele an.

Dabei fühlt sich Warnecke gut in Form. «Mir ist das unerklärlich. Im Training läuft es. Vielleicht habe ich mich von den Belastungen noch nicht erholt.» Warnecke, dem ein Sponsor für den Fall des Olympiasieges in Athen eine Million Euro versprochen hat, hatte extra zehn Kilo abgenommen, seine Kraft- und Ausdauerwerte sind besser als je zuvor. «Im Nachhinein hätte ich mir die EM besser geschenkt, aber das weiß man vorher nie. Man verliert eben nicht gern», so Warnecke.

Die Konkurrenz der Männer über 200 Meter Freistil entschied Doppel-Olympiasieger Pieter van den Hoogenband aus den Niederlanden in 1:47,05 Minuten nach seiner Niederlage über die halbe Distanz souverän für sich.

Über 200 Meter Freistil der Frauen konnte sich die Frankfurterin Silvia Vida in enttäuschenden 2:02,62 Minuten als Zwölfte des Halbfinales nicht für den Endlauf am Freitag qualifizieren. «Die Zeit ist natürlich nicht das, was ich erwartet habe», sagte die Staffel-WM-Zweite von 2001, die in Madrid ihr Comeback auf internationaler Ebene nach dreijähriger Abstinenz gab.

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