Liste Martin überrascht
Österreich: FPÖ verliert dramatisch

Jörg Haider und seine mitregierende FPÖ haben bei den Europawahlen am Sonntag in Österreich eine schwere Niederlage erlitten. Die Sozialdemokraten (SPÖ) blieben stimmenstärkste Partei vor der regierenden konservativen Volkspartei (ÖVP).

HB WIEN. Der Kritiker der Spesenpraxis im EU-Parlament, der Journalist Hans-Peter Martin, schaffte mit seiner Liste überraschend deutlich den Einzug in die Volksvertretung mit Sitz in Straßburg, in dem Österreich mit 18 Sitzen vertreten ist. Das ergab sich aus dem inoffiziellen Endergebnis, das die Nachrichtenagentur APA veröffentlichte.

Danach kam die SPÖ auf 33,5 Prozent und lag damit um 1,7 Prozentpunkte über ihrem Ergebnis von 1999 und konnte damit ihre sieben Mandate halten. Die ÖVP legte um 2,0 Prozentpunkte auf 32,7 Prozent zu, verlor aber einen ihrer sieben Sitze.

Die Liste Martin kam auf Anhieb auf 14,0 Prozent und zwei Mandate, während sich die Grünen um 3,5 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent - bei unverändert zwei Sitzen - verbesserten. Die FPÖ brach ungeachtet des vor allem von Haider geführten Wahlkampfes um 17,1 Prozentpunkte ein und kam mit 6,3 Prozent nur noch auf Platz 5. Sie wird im neuen Europaparlament nur noch mit einem Abgeordneten statt bisher fünf vertreten sein. Die Wahlbeteiligung sank von 49,4 auf 41,8 Prozent.

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