Littbarski: "Vielleicht Runde zwei"
Japaner hoffen auf bessere Zeiten

Aller guten Dinge sind zwei. Vier Jahre nach der wenig erfolgreichen ersten Endrunden-Teilnahme in Frankreich, als es in drei Begegnungen drei Niederlagen gab, wollen es die Japaner im eigenen Land besser machen.

dpa HAMBURG. In den Gruppenspielen gegen Belgien, Russland und Tunesien soll das Team von Trainer Philippe Troussier dem großen Erwartungsdruck der heimischen Fans gerecht werden.

Pierre Littbarski, früher Profi und Trainer in der J-League und heute Coach beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, sieht dem Vorhaben allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen: "Vielleicht ist die zweite Runde drin. Noch haben die Japaner zu großen Respekt vor den Topteams. Sie lieben den Fußball, zu oft aber auch ihre Gegenspieler."

Wie weit die Japaner noch vom erträumten Spitzenniveau entfernt sind, bekamen sie im März 2001 zu spüren: In einem Testspiel erteilte ihnen Weltmeister Frankreich beim 0:5 in Saint-Denis eine Lehrstunde. Der Schock saß tief, kam aber offenbar zur rechten Zeit. Nur drei Monate später spielte das Team beim Konföderationen-Pokal eine bessere Rolle und kam gegen Rekord-Weltmeister Brasilien sogar zu einem 1:1.

Die Erfolge des ehemaligen nigerianischen und südafrikanischen Nationalcoachs Troussier mit den Nachwuchsmannschaften Japans (Finale FIFA-Junioren-WM 1999, Viertelfinale Olympia 2000) scheinen sich nun langsam, aber sicher bezahlt zu machen. Seiner jungen Mannschaft geben vor allem die Künste von Hidetoshi Nakata Hoffnung. Der 25 Jahre alte und 25 Mill. ? teure Mittelfeldspieler des AC Parma wird laut Littbarski in Japan "verehrt wie ein Gott" und gilt als Symbolfigur des aufstrebenden heimischen Fußballs.

Deutsche Bilanz gegen Japan: Bisher kein Länderspiel

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