Lizenzzahlungen vereinbart
Roche schliesst Allianz mit Antisoma

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat eine Reihe von Krebsmedikamenten der britischen Biotechnologiefirma Antisoma hereinlizenziert und übernimmt für 4,15 Millionen Pfund Sterling bis zu zehn Prozent des Aktienkapitals von Antisoma.

Reuters BASEL. Die Lizenzzahlungen an Antisoma könnten 500 Millionen Dollar übersteigen, falls alle Pipeline-Produkte erfolgreich auf dem Markt eingeführt werden, teilten Roche und Antisoma am Montag weiter mit.

Die Lizenzvereinbarung enthält unter anderem das Medikament Pemtumomab, das sich in den der Phase III der klinischen Tests befinde. Der Zulassungsantrag könnte den Angaben zufolge 2004 eingereicht werden. Der Chef von Roches Pharma-Divison, William Burns, sieht ein Umsatzpotential von einigen hundert Millionen Dollar für Pemtumomab bei der Behandlung von Eierstocktumoren. Sollte das Medikament auch für Magenkrebs zugelassen werden, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, sagte Burns zu Reuters.

Weiter fallen unter da Abkommen die Medikamente Therex, Therefab und DMXXAA. Diese Präparate befinden sich gegenwärtig in der Phase I der klinischen Tests, hiess es. Roche erhalte durch die Allianz auch das Recht, während fünf Jahren präklinische Programme, die für die klinische Prüfung bereitgestellt werden, einzulizenzieren. Antisoma sei dafür verantwortlich, neue Krebsmedikamente in die klinische Entwicklung zu bringen.

Antisoma hat laut Burns ein beachtliches Portfolio vielversprechender Produkte. Die Onkologie sei ein strategisch wichtiger Bereich für Roche. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge weltweit führend im Bereich der Krebsbehandlung.

Roche sei auch nach dem Lizenzabkommen mit Antisoma weiter auf der Suche nach Lizenzprodukten. "Wir sind weiter auf der Jagd," sagte Burns. Roche habe genügend finanzielle Mittel für weitere Lizenzverträge. An der Schweizer Börse stiegen die Roche-Genussscheine in den ersten 30 Minuten um 0,7 Prozent auf 107,75 Franken und damit im Rahmen des Gesamtmarktes. Der DJ StoxxInsurance-Index lag 0,4 Prozent im Plus.

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