Lkw und Schuhe werden wegen Maul- und Klauenkrankheit desinfiziert
Seuchenkontrollen lösen Staus an französischer Grenze aus

Die an Frankreich grenzenden Bundesländer Saarland, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kontrollieren und desinfizieren den gesamten gewerblichen Grenzverkehr. Es wird noch überlegt, ob und wann Desinfektionsmatten oder -bäder für den Autoverkehr aufgestellt werden. Kommentar: Ein wenig mehr Augenmaß

HB DÜSSELDORF. Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Frankreich haben viele Länder in Europa ihre Schutzvorkehrungen und Kontrollen an den Grenzen verschärft, um ein Übergreifen auf das eigene Land zu verhindern. Die an Frankreich grenzenden Bundesländer Saarland, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kontrollieren und desinfizieren den gesamten gewerblichen Grenzverkehr. Personenwagen werden weiter nur stichprobenartig untersucht, mit Verzögerungen beim Grenzübertritt ist aber zu rechnen. Es wird noch überlegt, ob und wann Desinfektionsmatten oder-bäder für den Autoverkehr aufgestellt werden.

Auch an den Grenzübergängen zwischen Frankreich und Spanien wird verschärft kontrolliert, nach dem der Import lebender Klauentiere aus Frankreich verboten wurde. Zwar werden nur aus Frankreich kommende Lastwagen desinfiziert, doch zugleich protestieren spanische Bauern gegen die ihrer Meinung nach ungenügenden Schutzvorkehrungen. Am Übergang bei La Junquera in der Provinz Gerona im Nordosten Spaniens stauten sich die Autos infolge der Kontrollen und der Proteste auf mehr als zehn Kilometer.

Auch die tschechischen Behörden kontrollieren verschärft. Seit Mittwochnacht müssen alle Reisende, die die Grenze von Deutschland nach Tschechien überqueren wollen, über so genannte Desinfektionsteppiche fahren. Alle Fahrzeug-Insassen und Zugpassagiere müssten ihre Schuhe desinfizieren lassen. Die Polizei rechne daher mit Wartezeiten an den Grenzübergängen und Verspätungen bei Zügen. Die Maßnahmen sind voraussichtlich bis zum 27. März in Kraft. Tschechien will zudem alle grenzüberschreitenden Wanderwege für etwa zwei Wochen schließen.

Touristen aus Europa müssen bei der Ankunft auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen wegen der Maul- und Klauenseuche ihre Schuhe vorzeigen. Besuchern aus der Europäischen Union, die sich in den vergangenen Wochen auf einem Bauernhof aufgehalten haben, werden die Sohlen mit einem Desinfektionsmittel besprüht.

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