Lob für Künast
Top-Manager befürworten ökologische Umorientierung der Landwirtschaft

Die Forderung nach einer grundlegenden ökologischen (Neu-)Orientierung der Landwirtschaft wird von den den Führungskräften der deutschen Wirtschaft nahezu einmütig unterstützt: 81 % halten eine solche Perspektive für richtig, nur 18 % lehnen dies ab. Dies ergab eine repräsentative Befragung im Rahmen des Handelsblatt Business-Monitors.

HB DÜSSELDORF. Ob jedoch das Ziel der Bundesregierung, den Marktanteil ökologisch erzeugter landwirtschaftlicher Produkte von derzeit rund 2 % innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 20 % zu steigern, realistisch ist, daran werden erhebliche Zweifel laut. Eine Mehrheit von 57 % der Top-Manager glaubt, dies werde nicht gelingen, 40 % hingegen halten ein solches Ziel für erreichbar. Besonders skeptisch (67 %) sind in dieser Frage die Führungskräfte aus dem Handel so-wie aus Teilen des Verarbeitenden Gewerbes, hierunter auch die Nahrungsmittelindustrie.

Die nach den Rücktritten von Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke und Gesundheitsministerin Andrea Fischer zu Beginn dieses Jahres an die Spitze des neu zugeschnittenen Ressorts für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft berufene Grünen-Politikerin Renate Künast erhält von den Top-Managern für ihr Anti-BSE-Krisenmanagement gute Noten: Mit einer Durchschnittsbewertung von 2,5 (auf der von 1 = sehr gut bis 5 = sehr schlecht reichenden Notenskala) findet sie deutlich mehr Anklang als alle anderen - im Rahmen des Business-Monitors bewerteten Kabinettsmitglieder, den Kanzler eingeschlossen (dieser erhielt wie im Vormonat die Note 3,0). Nur 11 % meinen, Renate Künast habe ihre Aufgabe (sehr) schlecht wahrgenommen. 33 % urteilen mit befriedigend. (Note 3), 55 % hingegen mit (sehr) gut (Noten 1 oder 2).

Im Auftrag des Handelsblatts nimmt das Psephos-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaft Befragungen eines repräsentativen Panels von Führungskräften der Wirtschaft in Deutschland vor. Diese werden - mit Ausnahme der Sommerpause - monatlich durchgeführt. Im Rahmen des Business-Monitors im März wurden vom Psephos-Telefonstudio, Hamburg, 803 Führungskräfte in der Zeit vom 5. bis 19. März 2001 mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Auf Grund der Stichprobenanlage ist die Befragung repräsentativ.

Lesen Sie am Freitag mehr im Handelsblatt.

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