Lob von Analysten
Berlusconis Mediaset trotzt Anzeigenflaute

Der italienische Medienkonzern Mediaset hat mit einem Zuwachs bei Betriebsgewinn und Umsätzen im ersten Quartal seine Stellung als einer der erfolgreichsten europäischen Sender gefestigt.

Reuters MAILAND. Trotz der Anzeigenflaute erwirtschaftete das von der Familie des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Unternehmen beim Betriebsgewinn ein Plus von 6,2 % auf 208,6 Mill. ?. Dies entsprach den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz sprang um 23 % auf 777,1 Mill. ? und damit stärker als von den Analysten erwartet, die einer Reuters-Umfrage zufolge durchschnittlich von 748,3 Mill. ? ausgegangen waren.

Mediaset profitierte davon, dass die Anzeigen von Telekomkunden nach einem Rückgang während des Irak-Krieges wieder zunahmen. Zu dem Plus trug aber auch der deutliche Zuwachs des spanischen Ablegers Telecinco bei, und zwar um 28,2 %, allerdings auf der Basis eines schwachen Vorjahresquartals.

"Mediaset ist viel besser positioniert als alle anderen seiner europäischen Wettbewerber, beispielsweise der französische TF1 oder ProSieben in Deutschland", sagte ein Analyst. Die Ergebnisse zeigten, dass der Konzern auch unter schwierigen Bedingungen noch wachse. ProSieben war Zahlen vom Dienstag zufolge im ersten Quartal deutlich in die roten Zahlen gerutscht und hatte dies mit rückläufigen Werbeeinnahmen vor allem im Umfeld des Irak-Krieges begründet.

Mediaset teilte zudem mit, dass es seine Kosten um 2,2 % gesenkt und seinen Marktanteil während der Hauptsendezeiten um 2,3 % auf 46,2 % ausgeweitet habe, zu Lasten des staatlichen Senders RAI.

Auf der Basis der neuen Zahlen legten Mediaset-Aktien an der Mailänder Börse um 1,5 % auf 7,56 ? zu und übertrafen damit das durchschnittliche Plus der Branche von 1,3 %.

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