Löcher in der Vereinskasse
Borussia Dortmund sucht Geldgeber

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund will eine Anleihe in Höhe von 100 Millionen Euro aufnehmen. Mit dem Geld sollen der Etat in der laufenden Saison ausgeglichen werden.

HB BERLIN. Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund benötigt Geld. Gegenüber der Vorsaison fehlen den Westfalen rund 50 Millionen Euro in der Kasse. Der börsennotierte Verein bemüht sich nach Angaben des Fachblatts «kicker» und der «Süddeutschen Zeitung» deshalb auf dem englischen Kapitalmarkt um eine Anleihe von bis zu 100 Millionen Euro, für die die Zuschauereinnahmen der nächsten zwölf Jahre verpfändet werden sollen.

Wie Kicker und «SZ» in ihren Montag-Ausgaben berichten, benötigt der Verein die Geldspritze, um Etatlöcher im laufenden Geschäftsjahr zu stopfen. Investmentbanker Stephen Schechter (London), der im April dieses Jahres schon für Schalke 04 eine 75-Millionen-Euro-Anleihe platzierte, steht demnach in aussichtsreichen Verhandlungen mit der Geschäftsführung der Borussia.

Verschlechtert hat sich die wirtschaftliche Situation des BVB zusätzlich durch einen 2001 geschlossenen Geheimvertrag mit dem AC Parma. Darin verpflichteten sich die Dortmunder, die im Zuge der Verpflichtung von Marcio Amoroso abgetretenen Transferrechte am Spieler Evanilson im Sommer dieses Jahres zurückzukaufen. 15 Millionen Euro musste die Borussia deshalb an den italienischen Klub zahlen. Die Verabredung zwischen Parma und Dortmund diente offenbar dazu, um in der Borussen-Jahresbilanz 2000/01 einen Verlust von fast 20 Millionen Euro zu kaschieren.

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