Lösung muss von den Beteiligten kommen
Regierung sieht sich bei Kirch nicht am Zug

Die Bundesregierung sieht sich nach eigenen Angaben bei der Lösung der Probleme der hoch verschuldeten Kirch-Gruppe nicht am Zug.

Reuters BERLIN. Die Regierung sei hier "wahrlich kein Akteur", die Lösung müsse von den Beteiligten kommen, bekräftigte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye am Mittwoch. "Dass der Bundeskanzler das mit großem Interesse betrachtet, auch mit Blick auf die Arbeitsplätze, die dabei eine Rolle spielen, davon können Sie ausgehen." Ähnlich hatte sich Heye bereits am Vortag auf Reuters-Anfrage geäußert.

Ein anderer Regierungssprecher dementierte unterdessen einen Vorabbericht des Magazins "Telebörse", wonach Schröder am Donnerstag mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer und Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff über die Rettung der Kirch-Gruppe sprechen werde. "Der Bundeskanzler hat einen solchen Termin nicht", sagte der Sprecher.

Heye unterstrich, dass die direkt Beteiligten eine Lösung suchen müssten. "Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um vernunftbegabte Menschen handelt." Näher wollte er sich nicht äußern. "Es wäre für keine Seite hilfreich, wenn ich das von dieser Seite kommentieren würde", sagte Heye.

Die Kirch-Gruppe kämpft seit geraumer Zeit mit finanziellen Problemen. Weitere Kredite an die Unternehmensgruppe durch die Finanzbranche waren in Bankenkreisen als unwahrscheinlich eingeschätzt worden. Die Kirch-Probleme hatten sich noch dadurch verschärft, dass der Springer-Verlag angekündigt hatte, er wolle eine Option auf den Verkauf von Anteilen an der gemeinsamen Senderfamilie ProSiebenSat1 an Kirch für rund 770 Millionen Euro wahrnehmen. Kirch lässt nun gerichtlich prüfen, ob dies rechtens ist.

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