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Loewe-Sanierung sieht Einkommensabschläge für Beschäftigte vor

Die Beschäftigten des angeschlagenen TV- Geräteherstellers Loewe AG sollen mit weiteren Einkommensabschlägen zur Sanierung des Unternehmens beitragen.

dpa-afx KRONACH. Die Beschäftigten des angeschlagenen TV- Geräteherstellers Loewe AG sollen mit weiteren Einkommensabschlägen zur Sanierung des Unternehmens beitragen. Das sehen die Eckpunkte des Sanierungstarifvertrags vor, auf den sich der Vorstand mit dem Betriebsrat, der IG Metall und dem Verband der Bayerischen Metallindustrie geeinigt hat. Danach sollen für 2005 und 2006 gekürzte Pauschalbeträge für Urlaubs- und Weihnachtsgeld festgelegt werden, wie die Loewe AG am Dienstagabend in Kronach mitteilte.

Außerdem sollen Lohn- und Gehaltserhöhungen in der Metallindustrie für die Loewe-Beschäftigten in diesem Zeitraum um jeweils zehn Monate verschoben werden. Auch leitende Mitarbeiter und die Vorstände beteiligen sich nach Unternehmensangaben in vergleichbarer Größenordnung von zehn Prozent an den Maßnahmen zur Kostensenkung.

240 Kündigungen

Loewe hat bereits Kündigungen für 240 Stellen bekannt gegeben. Davon seien bislang 160 ausgesprochen worden, hieß es. Der Rest werde folgen. Zudem werde man alle sozialverträglichen Maßnahmen zum Stellenabbau nutzen. Loewe beschäftigt derzeit rund 1 000 Mitarbeiter.

"Mit diesem gemeinsamen Lohn- und Gehaltsverzicht stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit von Loewe am Standort und verhindern über die bereits kommunizierten Kündigungen hinaus zusätzliche Entlassungen", erklärte Vorstandschef Rainer Hecker. Das Unternehmen verbuchte im ersten Halbjahr 2004 einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 24,6 Mill. Euro. Vor wenigen Monaten übernahm der japanische Elektronikriese Sharp im Rahmen einer Kapitalerhöhung knapp zehn Prozent der Anteile. Bereits im laufenden Geschäftsjahr verzichten die Mitarbeiter auf Löhne und Gehälter in Höhe von rund 2,7 Mill. Euro.

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