"Löwen" sehen von einer Klage ab
"Fall Rehmer" hat doch größere Konsequenzen

Der "Fall Rehmer" scheint mit der Doping-Sperre doch nicht, wie zunächst vermutet, abgeschlossen zu sein. Der TSV 1860 München, gegen den Rehmer trotz Doping eingesetzt worden war, wird zwar vermutlich von einer Klage absehen, doch droht ein handfester Streit mit der DFL.

HB MÜNCHEN/STERZING. Bei Absteiger TSV 1860 München herrscht nach dem "Fall Marko Rehmer" Verärgerung, aber die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga am "Grünen Tisch" haben die Münchner nicht. Der TSV 1860, der am 15. Mai der Gegner von Hertha BSC war, sei in der Angelegenheit nicht fair behandelt worden, sagte "Löwen"-Präsident Karl Auer im Trainingslager in Sterzing/Südtirol Münchner Medienvertretern.

"Eine Klage hat keinen Sinn", sagte Auer am Dienstag. Der 1860-Präsident dementierte aber einen Bericht, wonach sich die "Löwen" zurück in die erste Liga klagen wollen: "Das stimmt nicht." Konsequenzen aus dem Fall wollen die Münchner dennoch ziehen. Weil sie nicht informiert worden sind, wollen sie sich an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wenden. "Wir werden uns mit der DFL in Verbindung setzen und um Aufklärung bitten, wieso wir da so spät oder gar nicht informiert worden sind", sagte Auer.

Marko Rehmer vom Berliner Bundesligisten Hertha BSC war am 15. Mai bei der Doping-Kontrolle nach dem Spiel beim TSV 1860 (1:1) positiv auf die Substanz Betamethason getestet worden. Auch wenn die Substanz nicht auf der Doping-Liste steht, hätte die Einnahme hätte dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gemeldet werden müssen. Weil das nicht geschehen war, sperrte das DFB-Sportgericht den Nationalspieler am vergangenen Freitag für neun Pflichtspiele. 1860 München stieg am Ende der Saison ab, doch auch zwei weitere Punkte aus dem Spiel gegen Berlin hätten die Münchener nicht retten können.

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