Lohnstückkosten gestiegen
US-Produktivität überraschend gesunken

Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im vierten Quartal überraschend gesunken. Die Produktion je Arbeitsstunde fiel nach Angaben des Arbeitsministeriums in Washington auf eine zum Vorquartal hochgerechnete Jahresrate von 0,2 % nach einem revidierten Anstieg von 5,5 % im Vorquartal.

Reuters WASHINGTON. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen eine Beschleunigung des Produktivitätswachstums auf 0,4 % vorausgesagt. Im Gesamtjahr lag das Wachstum bei 4,7 (Vorjahr 1,1) Prozent. Das ist den Angaben zufolge der höchste Stand seit 1950 mit damals plus 6,9 %.

Die Lohnkosten je produzierter Einheit (Lohnstückkosten) - ein Maßstab für den Einfluss der Löhne auf die Inflationsentwicklung - stiegen um 4,8 % nach einem revidierten Minus von 0,1 % im Vorquartal. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg von 3,3 % gerechnet. Für 2002 wurde bei den Lohnstückkosten ein Minus von 1,8 (Vorjahr plus 1,6) Prozent ermittelt.

Der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen (Arbeits-)Produktivität bestimmt im Prinzip den Spielraum, der für Lohn- und Gehaltserhöhungen zur Verfügung steht. Sie ist daher für den Wohlstand einer Volkswirtschaft von großer Bedeutung. Sie ist zudem eine entscheidende Kennziffer für die Zinspolitik der US-Notenbank (Fed).

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