Lokale Funknetze sollen in Gesetzesvorlage einbezogen werden
Breitbandzugang durch Wireless LAN

In den USA sollen künftig auch lokale Funknetze auf einer breiteren Basis schnellen Zugang in Internet bieten. Diese Aufgabe war bisher nur für TV-Kabelmodems und DSL-Telefonleitungen geplant.

ruk MÜNCHEN. Bei den auch Wireless LAN, Wifi oder WLAN genannten Funknetzen nach den Richtlinien IEEE 802.11 war bisher nur von "Heissen Flecken" (hot spots) die Rede. Diese sollten als "öffentliche" Variante an ausgewählten Plätzen wie Flughäfen, Bahnhöfen, Messezentren oder Bibliotheken für einen schnellen, drahtlosen Internetzugang als Zusatzangebot sorgen. Als "private" Variante wurden Wifi-Netze in Unternehmen bezeichnet.

Nach jüngsten Berichten aus den USA wollen die US-Senatoren Barbara Boxer (Demokratin, Kalifornien) und George Allen (Republikaner, Virginia) die drahtlosen Funknetze in technischen Überlegungen mit einbeziehen, die als Grundlage für einen Gesetzvorschlag dienen soll. Beide wollen gemeinsam ein "The Jumpstart Broadband Act" genanntes Gesetz einbringen, das für eine besseren Breitbandzugang für größere Bevölkerungsschichten sorgen soll. "Jumpstart" heisst in den USA der Vorgang, bei dem ein Auto eine anderes Fahrzeug mit Hilfe eines Starterkabel wieder flott machen kann.

Nach Ansicht von Fachleuten ist auch in den USA eine Starthilfe für den Breitbandzugang zum Internet nötig. Bisher besitzen nach Angaben von Telekom-Analysten in einem Bericht von News.com nur 11 Prozent aller US-Haushalte einen schnellen Zugang zu Internet. Davon entfallen etwa 70 Prozent auf TV-Kabelmodems. Diese spielen in Deutschland keine Rolle. US-Politiker glauben, dass durch eine breitere Basis von schnellen Internetzugängen das Bruttosozialprodukt in den USA um 500 Milliarden Dollar erhöht werden könne.

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