Lokale Nachfrage entscheidend
Telekom bremst den DSL-Ausbau

Die Deutsche Telekom wird in ländlichen Gebieten teilweise keine schnellen Internetanschlüsse via DSL-Technik installieren.

Reuters BONN. Ein Sprecher des Konzerns sagte am Donnerstag in Bonn, "in unwirtschaftlichen Lagen werden wir den Ausbau an die lokale Nachfrage anpassen". Eine schwache Nachfrage in ländlichen Gebieten könne in Einzelfällen dazu führen, dass die bestellten DSL-Anschlüsse nicht realisiert würden. Bundesweit betreffe dies "einige tausend" Kunden. "Von einem Stopp des DSL-Ausbaus kann jedoch nicht die Rede sein", sagte der Sprecher. Es bleibe dabei, dass 90 Prozent der Haushalte in Deutschland einen schnellen Internet-Zugang mittels DSL-Technik nutzen könnten.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, die Telekom stoppe den regionalen Ausbau ihrer schnellen DSL-Anschlüsse. "Kleine Orte, die bisher nicht an das DSL-Netz angeschlossen sind, werden nach derzeitigem Stand keinen Anschluss mehr bekommen", zitierte die Zeitung einen Telekom-Sprecher. Der Ausbaustopp sei Folge der neuen Finanzpolitik im Konzern, hieß es in der Zeitung weiter.

Kunden, die keinen DSL-Telefonanschluss bekommen können, bietet die Telekom als Ersatz DSL-Zugang via Satellit an. Dieser ist auf Grund der eventuell notwendigen Anschaffung einer Satellitenantenne und einer PC-Steckkarte teurer. Zudem kann über die Satellitenlösung kein Pauschaltarif für eine unbegrenzte Internet-Nutzung abgeschlossen werden. Die DSL-Technik ermöglicht im Vergleich zu digitalen oder analogen Telefonanschlüssen eine weitaus höhere Übertragungsgeschwindigkeit von Daten über das Internet.

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