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London Fashion Week ist beschwingt und farbenfroh

Beschwingt, salopp und farbenfroh soll die Mode des nächsten Sommers sein. Pastellfarben, fließende Stoffe, Chiffon und üppige Verzierungen dominierten bei den Eröffnungsschauen der London Fashion Week (LFW).

dpa LONDON. Beschwingt, salopp und farbenfroh soll die Mode des nächsten Sommers sein. Pastellfarben, fließende Stoffe, Chiffon und üppige Verzierungen dominierten bei den Eröffnungsschauen der London Fashion Week (LFW).

Nur der gebürtige Däne Jens Laugesen blieb seinem androgynen Stil treu, mischte aber sommerliche Farben in seine ansonsten schwarz-weißen Entwürfe. Internationale Designer stellen bis Donnerstag in der britischen Hauptstadt ihre Kollektionen für die Sommermode 2005 vor.

Besonders fröhlich und mit fast kindlich unbefangenem Charme kam Jessica Ogden daher. Die gebürtige Jamaikanerin hatte sich für ihre Kollektion von einem Straßenfest in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston inspirieren lassen. Zu Reggae-Musik präsentierten ausschließlich dunkelhäutige Models ihre farbenfrohe Kollektion. Weit geschnittene, knielange Kleider und Röcke sowie Baumwolljacken im Patchwork-Stil waren dabei ein Hauptelement.

Partystimmung herrschte bei der energiegeladenen Schau von Frostfrench. Das Designer-Duo von Schauspielerin Sadie Frost und ihrer Freundin Jemima French entdeckt in dieser Saison die Welt des Glamours: "Bisher waren wir nicht so sehr für Glamour bekannt", sagte French, "aber die Lücke haben wir jetzt geschlossen." Glitzer und durchschimmernde Stoffe bestimmten die Entwürfe vom leichten Oberteil bis zum bodenlangen Abendkleid.

Promi-Präsenz durfte bei dem Eröffnungsspektakel nicht fehlen: Bei der Frostfrench-Schau in einem Club im Londoner Westend drängte sich Model Kate Moss neben Britart-Künstlerin Tracey Emin und Top-Designer Matthew Williamson. Jude Law, Ex-Ehemann von Sadie Frost, und seine neue Freundin Sienna Miller fanden keinen Sitzplatz mehr und mussten an der Bar stehen.

Der Chef der Fashion Week, Stuart Rose, sieht die Zukunft der Londoner Modewoche allerdings weniger exklusiv. Als Chef der Bekleidungskette Marks & Spencer legt Rose die Betonung eher auf kommerzielle Aspekte. Gegenwärtig mache die Modewoche keinen Gewinn, sagte Rose dem "Daily Telegraph". Mit Hilfe von Warenhäusern als Sponsoren könne dem abgeholfen werden. Die Rolle der Fashion Week sei nicht, "einen einzelnen Designer zum Megastar zu machen", sagte Rose.

Schon jetzt produzieren viele britische Designer eigens für Kaufhäuser gesonderte Kollektionen unter ihrem Namen. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass eine solche "Verwässerung der Marken" für Designer auch Probleme mit sich bringen kann, meinte ein Insider. Denn Teil der Anziehungskraft für die Kunden sei häufig das Image der Exklusivität und qualitativ hochwertigen Produktion.

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