London lehnt Todesstrafe für britische Häftlinge ab: Patten warnt vor Todesurteilen in Kuba

London lehnt Todesstrafe für britische Häftlinge ab
Patten warnt vor Todesurteilen in Kuba

EU-Außenkommissar Chris Patten hat die USA aufgefordert, auf Todesurteile gegen Gefangene auf der US-Marinebasis Guantánamo zu verzichten.

afp LONDON/WASHINGTON. Sollten Militärgerichte Todesstrafen verhängen, würde die Anti-Terror-Koalition internationale Unterstützung und ihre moralische Autorität verlieren, sagte Patten am Dienstag dem britischen Sender BBC. Großbritannien kündigte unterdessen Widerstand an, sollte gegen die drei britischen Gefangenen in Kuba die Todesstrafe verhängt werden. Zwar liege es in der Hand der USA, über das juristische Vorgehen gegen die Kriegsgefangenen zu entscheiden, sagte der Staatssekretär im Londoner Außenministerium, Ben Bradshaw, der BBC. Todesurteile werde seine Regierung jedoch nicht hinnehmen.

Am Montag waren 14 weitere Häftlinge nach Guantánamo gebracht worden; insgesamt sind damit derzeit 158 mutmaßliche Taliban- und El-Kaida-Kämpfer in Kuba inhaftiert. Am Dienstag soll nach einem Bericht der "Los Angeles Times" in den USA eine erste richterliche Anhörung zu den Haftbedingungen auf Guantánamo stattfinden. Der Zeitung zufolge prüft Richter Howard Matz in Los Angeles eine Petition von Menschenrechtlern.

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