London relativiert Äußerungen Straws zu Nahost-Konflikt
Scharon trifft sich doch mit Straw

Trotz der kritischen Äußerungen des britischen Außenministers zum Nahostkonflikt hat der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon in ein Treffen mit Jack Straw eingewilligt.

afp LONDON. Dies habe Scharon dem britischen Premierminister Tony Blair bei einem Telefonat zugesagt, teilte die Londoner Regierung am Dienstag mit. Die beiden Regierungschefs legten offenbar einen diplomatischen Streit bei, der sich an israel-kritischen Äußerungen Straws in der iranischen Presse enzündet hatte. London relativierte Straws Bemerkungen. Diese seien "nicht böse gemeint" gewesen, teilte ein Sprecher Blairs mit.

Straw hatte bei einem Besuch in Iran die "Wut, die zahlreiche Völker in der Region wegen der Ereignisse in Palästina seit einigen Jahren verspüren", als einen der Gründe für den Terrorismus bezeichnet. Daraufhin hatte Scharon ein geplantes Treffen mit Straw zunächst abgesagt. Mit Blick auf die von Israel kritisierte Nennung des Staates Palästina wegen der suggerierten staatlichen Selbständigkeit betonte der Blair-Sprecher, London habe stets an der Sprachregelung "palästinensische Autonomiebehörde" festgehalten.

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