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London Stock Exchange lehnt Übernahmeangebot von Deutsche Börse ab

Der britische Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE) hat ein Übernahmeangebot der Deutschen Börse abgelehnt. Wie die Gesellschaft am Montag in London mitteilte, haben die Frankfurter 530 Pence je Aktie geboten. Von der Deutschen Börse wurde dies inzwischen bestätigt.

dpa-afx LONDON. Der britische Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE) hat ein Übernahmeangebot der Deutschen Börse abgelehnt. Wie die Gesellschaft am Montag in London mitteilte, haben die Frankfurter 530 Pence je Aktie geboten. Von der Deutschen Börse wurde dies inzwischen bestätigt.

Das Angebot der Deutschen Börse lag damit 100 Pence über dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Die Führung von LSE sieht die gebotene Summe allerdings unter dem Wert ihrer Gesellschaft. Daher habe das Management beschlossen, die Offerte der Deutschen Börse abzulehnen. Der Fusionsdruck auf die europäischen Börsen ist nach Einschätzung von Experten gestiegen, da durch hohe Handelsvolumen die Kosten für Transaktionen sinken.

Weiter Gespräche

Die LSE zeigte sich aber offen für weitere Gespräche. Das Unternehmen habe weiteren Gesprächen mit der Deutschen Börse zugestimmt. Dabei soll erörtert werden, ob ein "erheblich" angehobenes Angebot im Interesse der Aktionäre und Kunden von LSE läge.

Das Frankfurter Unternehmen hatte in der Vergangenheit wiederholt sein Interesse an Zukäufen bekundet. im Herbst 2000 hatten die Börsen in London und Frankfurter bereits vergeblich über einen Zusammenschluss verhandelt. Einen weiteren Dämpfer erhielt die Deutsche Börse im August als die Schweizer Börse SWX eine Fusion ablehnte. Für Rückfragen war am Montag bei der Deutschen Börse unmittelbar niemand zu erreichen.

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